Das Referendumskomitee ist am (ersten) Ziel: Am Montag sind 1150 Unterschriften gegen den Kredit für den Einbau eines Kunstrasens auf dem Hauptfeld des Fussballstadtions Niedermatten deponiert worden. Sie werden jetzt auf ihre Gültigkeit kontrolliert und dann vom Gemeinderat ein Abstimmungsdatum festgesetzt.

Die Sammlung sei nicht einfach gewesen, hält das Komitee fest: «Die Startbedingungen waren, aufgrund des unsportlichen Verhaltens des FC Wohlen gegenüber unseren Depotstellen und dem Referendumskomitee, schwierig. Drohungen, welche ausgesprochen wurden, um das Komitee zu behindern, zeugten von wenig Souveränität in unserem demokratischen Land.»

«Die Leute hatten Angst, bedroht zu werden»: Marco Palmieri, Vorsteher des Referendums-Komitees und SVP-Einwohnerrat, über die nicht ganz einfache Unterschriftensammlung.

In die Sammelfrist seien zudem auch die Sportferien gefallen. Dennoch habe man es geschafft und am Montag 1150 Unterschriften deponieren können. Für ein Referendum sind in Wohlen aktuell 833 Unterschriften nötig.

Das Volk kann entscheiden

«Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben nun die Möglichkeit darüber zu befinden, ob wir diesen Luxus, einen zweiten Kunstrasen im Stadion (Hauptfeld), in der Niedermatten in Wohlen, haben möchten», schreiben die Initianten des Referendums.

Das Referendums-Komitee übergibt die Unterschriften.

Dem unabhängigen Referendumskomitee ginge im Übrigen nicht darum, gegen den FC Wohlen zu arbeiten. Es setze sich für die Gleichberechtigung aller Vereine ein. Kein anderer Verein in Wohlen werde auch nur annähernd in diesem Masse unterstützt wie der Fussballclub.

Laut Auskunft aus dem Gemeindehaus wird die Abstimmung zum Kunstrasen frühestens am 25. September erfolgen, allenfalls sogar auch erst am 27. November. (az/to)