Erst zehn Minuten waren gespielt, als Janick Schläpfer (1/1) rücklings, von hoch oben, auf seine Hüfte prallte, von da weg nicht mehr spielen konnte. Dafür bekam er aber auch keine Zeitstrafe zugesprochen. Diese Aktion sollte richtungsweisend für das ganze Spiel sein, denn nun waren «nur noch» drei gelernte Aufbauer auf Badener Seite auszumachen.

Bereits nach fünf Minuten konnten die gelben Karten versorgt werden (Yellow bekam keine mehr, hatte aber erst deren zwei), und nach 19 Minuten war die Badener Bank mit Gelb und Zeitstrafe mundtot gemacht.

Durch Schläpfers Ausfall waren die Alternativen natürlich beträchtlich vermindert, aber vorerst machten die Gastgeber grosszügige Geschenke, indem sie den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler ersetzten. Dies nützte Pascal Bühler (8/19) nacheinander zu drei Würfen aus 35 Metern – drei Tore!

Bis zur Halbzeit konnten die Badener das Spiel ausgeglichen gestalten und gingen sogar mit einem Tor Vorsprung in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann eigentlich ganz normal, bis Städtli nach dem 15:15 das Toreschiessen (mit einer Ausnahme) für ganze 15 Minuten einstellte und sich plötzlich 22:16 im Hintertreffen sah. Sechs Minuten später stand es «nur noch» 22:20, der Gast nahm den Kampf nun an. In der letzten Minute waren es wiederum nur noch zwei Tore – aber das Comeback wollte nicht gelingen.

Die Befürchtung Städtlis traf ein: Die SG Yellow / Pfadi schöpfte aus dem Vollen und liess mal eben sechs Spieler mit diesjähriger NLA-Erfahrung auflaufen. Zusammen hatten diese sechs Spieler bisher 43 Einsätze in dieser Saison in der höchsten Spielklasse der Schweiz absolviert. Das soll nicht als Entschuldigung gelten. Es zeigt einfach, wie ein grosser Verein mit einer guten Taktik sicher durch eine Saison kommt und reagieren kann, sobald Gefahr im Verzug ist.

In der kommenden Woche muss es für Baden darum gehen, das Team wieder aufzurichten, ihm aufzuzeigen, dass nicht alles schlecht war, dass man wohl aus dem (noch) vorhandenen Kader sehr viel herausgeholt hat. Vielleicht ist ja die Variante mit zwei Kreisläufern, in den letzten zehn Minuten ausprobiert, gar nicht so schlecht.

Das nächste Spiel findet wieder zu Hause in der Aue statt. Am Samstag, 25. März, geht es um 18:00 Uhr gegen das Genfer Team aus Chênois, das sich mit aller Kraft gegen den Abstieg stemmt.