Besucherrekord
213'000 Besucher für das Museum Aargau in diesem Jahr

Das Museum Aargau verzeichnet dieses Jahr einen Besucherrekord. So konnten beispielsweise 32'000 Besucher alleine auf dem Legionärspfad begrüsst werden. Insgesamt haben die Besucherzahlen um satte 36 Prozent zugenommen.

Christine Fürst
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Einmal römisch träumen. Das kann man. Und zwar im originalgetreu nachgebauten Römerlager Contubernia in Windisch. Römische Speisen werden unter Anleitung eines Legionärs zubereitet und das köstliche Abendessen wird am Feuer eingenommen. Danach bekommt der Besucher eine Einführung in die Kampftechnik und in die Spielkunst in der Antike. Richtig römisch träumen kann man dann auf den mit Stroh gefüllten Leinenmatratzen.

Rämischer Hotelbetrieb

Dieses Angebot des Legionärspfads bescherte dem Museum Aargau 3500 Übernachtungen. Der Römer-Erlebnispark hätte 2011 einen nicht unwesentlichen Beitrag an die positiven Übernachtungszahlen im Aargau geleistet, schreibt das Museum in einer Medienmitteilung. «Auf diese Übernachtungen sind wir als römischer Hotelbetrieb schon recht stolz», sagt Thomas Pauli-Gabi, der Direktor des Museums Aargau.

Und nicht nur das, das Museum Aargau konnte auf dem Legionärspfad auch rund 32'000 Besucher begrüssen. Die Besucherzahlen haben um 36 Prozent zugenommen. Dies führt Thomas Pauli-Gabi darauf zurück, dass der Legionärspfad etwas Einzigartiges in der Schweiz anbietet. «Schlösser gibt es auch in anderen Regionen», sagt er. Pauli-Gabi ist zuversichtlich, dass der Legionärspfad in Zukunft noch mehr Besucher anlocken wird.

Schloss Wildegg bald fertig

Im Jahr 2011 startete das Museum Aargau zudem die umfangreichen Umbauten im Schloss Wildegg. Das Hauptgebäude, das Dach und vier Nebengebäude mussten saniert werden. Dazu wurde ein Besucherzentrum samt Schlossbistro geplant. Thomas Pauli-Gabi ist guter Dinge, dass diese Arbeiten bis zum 1. April 2012 abgeschlossen sind. Deswegen verzeichnete das Museum Aargau in Wildegg aber 2011 weniger Besucher.

Dagegen stiegen die Zahlen im Schloss Lenzburg auf 71000 Besucher an. Höhepunkt waren die Gaunertage. Es war eine Mischung aus spielerischen Gaunereien und der Darstellung der harten Wirklichkeit von Verhör und Strafe um das Jahr 1600. Auch das Schloss Hallwyl zählte mehr Besucher, rund 55'000 Menschen fanden den Weg ins Wasserschloss.

Ein Film – eine Zeitreise

Nicht nur für Thomas Pauli-Gabi waren die Lichtprojektionen des Künstlers Gerry Hofstetter an den Mauern des Klosters Königsfelden ein faszinierendes Schauspiel, auch für viele Besucher. Für die 700-Jahr-Feier des Klosters projizierte Hofstetter verschiedene Motive aus den berühmten Königsfelder Glasfenstern an und in die Klosterkirche.

Diese Erlebnisse sind in einem Film zusammengefasst worden. Es ist eine Zeitreise von den Römern bis in die Barockzeit. Und zugleich ein Rückblick auf ein Jahr, in dem 213000 Besucher begrüsst werden konnten – ein neuer Rekord. «Damit ist das Museum Aargau in die Liga der bestbesuchten Kulturangebote der Schweiz aufgestiegen», heisst es dazu. Und der Legionärspfad wurde gar mit dem Milestone, dem wichtigsten Preis im Schweizer Tourismus, ausgezeichnet. «Das ist eine grosse Anerkennung für uns und wir hoffen, so noch mehr auf uns aufmerksam machen zu können», sagt Thomas Pauli-Gabi.

2012 kommen die Frauen

Das Jahr 2012 ist für das Museum Aargau das Jahr der Frauen. «Frauen vor! Weibliche Lebensweisen im Schloss und Kloster», heisst es dann. Dafür porträtiert das Museum Aargau sechs Frauen, die an den historischen Schauplätzen gelebt und gewirkt haben. Pauli-Gabi begründet: «Die Frauen kommen in der Regel zu kurz, damit wollen wir ihnen eine Bühne bieten.»

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