Schwaderloch bleibt mit 662 Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden im Kanton. Aber das Dorf am Rhein hat inzwischen nicht mehr den höchsten Steuerfuss im Kanton. Er beträgt nur noch 123 Prozent. Damit steht die Gemeinde besser da als eine Reihe von anderen Aargauer Gemeinden wie Ueken, Uerkheim, oder Oberhof die bis zu 125 Prozent verlangen*.

Auch die Steuerkraft pro Einwohner hat sich in Schwaderloch deutlich verbessert. Sie stieg von 1858 Franken im Jahr 2016 auf 2194 Franken im Folgejahr. Damit übertrifft das kleine Schwaderloch etwa das grosse Spreitenbach, das nur auf 2074 Franken kommt. Kein Wunder, haben die Schwaderlocher im letzten August fröhlich und selbstbewusst den 700. Geburtstag ihres Dorfes gefeiert.

Mangels Partner ist eine Fusion derzeit allerdings immer noch kein Thema; immerhin ist der Steuerfuss auf gutem Weg. Zum Vergleich: In Oberwil-Lieli liegt der Steuerfuss bei 57 Prozent und die Steuerkraft pro Einwohner bei 6575 Franken. Im ähnlichen Bereich bewegt sich auch Meisterschwanden mit einem Steuerfuss von 65 Prozent und einer Steuerkraft von 4155 Franken.

Aarau an der Spitze

Die grossen Gemeinden wachsen weiter. Aarau bleibt an der Spitze mit rund 21 000 Einwohnern, ziemlich dicht gefolgt von Wettingen und Baden, Wohlen hält mit gut 16 000 Einwohnern unbedrängt Position vier. Wenn es aber nach Fläche geht, führt Mettauertal mit stolzen 2159 Hektaren die Rangliste an. Kaiserstuhl ist zwar mit 32 Hektaren die kleinste Gemeinde im Aargau, darf sich aber weiterhin Stadt nennen. Am meisten Arbeitsplätze bietet Aarau an mit 33 493, gefolgt von Baden mit 29 699 und Zofingen mit 10 778.

Rund 75 000 Schülerinnen und Schüler besuchen die Volksschule im Aargau, 774 Schülerinnen und Schüler eine der 25 Privatschulen. 4166 Lernende besuchten 2017 die Mittelschulen und 13 862 die verschiedenen, über den ganzen Kanton verteilten Berufsfachschulen (ohne Gesundheitsbereich). Die grösste Berufsschule mit 2701 Lernenden steht in Aarau; mit 446 Lernenden ist das KV Lenzburg-Reinach die kleinste.

Der höchste Punkt ...

Schliesslich das Unverrückbare, das ebenfalls im Statistischen Jahrbuch festgehalten ist: Der Geissflue-grat bleibt mit 908 m ü. M. höchster Punkt im Aargau; nirgendwo lebt es sich tiefer als in Kaiseraugst bei 261 m ü. M. Der längste aargauische Fluss ist immer noch ein Bach, und der heisst Bünz: Von der Quelle am Lindenberg bis zur Mündung in den Aabach sind es 25,1 Kilometer.

*In einer ersten Version stand, dass Gansingen auch einen Steuerfuss von 125 aufgeweist. Das ist falsch. Der Steuerfuss von Gansingen liegt bei 115 Prozent. Die Redaktion entschuldigt sich für den Fehler.