Buchs

1,2 Millionen für Innenausstattung: Neues Primarschulhaus braucht neue Möbel und viel Elektronik

So sah das Interieur des neuen Schulhauses Risiacher auf den Visualisierungen vor der Abstimmung aus.

So sah das Interieur des neuen Schulhauses Risiacher auf den Visualisierungen vor der Abstimmung aus.

Das Dossier liegt schon parat. Der Buchser Gemeinderat kann in einer seiner ersten Sitzungen nach den Sportferien die Baubewilligung für den Neubau des Primarschulhauses Risiacher erteilen. Sie ist nur noch Formsache. Gegen das 18,8-Mio.-Franken-Projekt war keine Einwendung eingegangen – zum Glück, denn der Zeitplan der Gemeinde ist sportlich. Schon in den Sommerferien, so der Plan, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Geht alles glatt, wird das Schulhaus im Sommer 2021 bezogen.

Bisherige Möbel sind 10 bis 25 Jahre alt

Die Gemeinde Buchs baut und finanziert das Schulhaus, das von der Kreisschule Aarau-Buchs genutzt wird. Das Buchser Stimmvolk hatte den entsprechenden Baukredit im Mai 2019 bewilligt. Für das Innenleben, also das Schulmobiliar, ist indes die Kreisschule zuständig. Nun hat die Kreisschulpflege zuhanden des Schulparlaments einen Investitionsantrag für die Erstausstattung des neuen Schulhauses mit Möbeln und Geräten verabschiedet. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,21 Mio. Franken.

«Das Mobiliar im bestehenden Schulhaus Risiacher entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Unterricht, wie ihn auch der Lehrplan 21 vorgibt (bspw. Einzelpult, interaktive Wandtafel)», schreibt die Schulpflege. Die Möbel seien alle zwischen 10 und 25 Jahre alt, Ersatzteile oft nicht mehr erhältlich.

Neu ausgestattet werden müssen gemäss Schulpflege 16 Klassenzimmer, 8 Gruppenräume und 20 Zusatzräume (Fachzimmer). «Nebst der ordentlichen Erstausstattung mit Mobiliar müssen verschiedene Geräte, Maschinen, Instrumente und didaktisches Material angeschafft werden, da diverse Räumlichkeiten bisher nicht vorhanden waren», heisst es im Kreditantrag. Der bestehende Werkraum im Untergeschoss der Turnhalle bleibt, wie er ist.

Geplant sind laut Kreisschulrats-Botschaft interaktive Wandtafeln in allen Klassen- und Fachzimmern, Flatscreen für das Sitzungszimmer, mobile Wandtafeln in den Gruppen- und Spezialzimmern, dazu wie üblich Pulte, Sitzungstische, Regale, Stühle. Es braucht 23 neue Notebooks, um die interaktiven Wandtafeln zu bedienen. Andere Informatikmittel werden vom alten Schulhaus übernommen. Der Mehrzweckraum für bis zu 150 Personen, der künftig auch von Externen belegbar sein soll, erhält eine Grundausstattung an Multimediainstallationen. Auch ein neues Klavier – für 8000 Franken – wird gekauft. Das alte Mobiliar wird, je nach Alter und Zustand, entsorgt, an eine bedürftige Schule abgegeben oder eingelagert und situativ weiterverwendet. Der Kreisschulrat entscheidet an seiner Sitzung vom 27. Februar über die Genehmigung des Investitionsantrags.

Das neue Primarschulhaus trägt den Projektnamen «Pfifferling». Geplant und erstellt wird es von der Anliker Generalunternehmung und dem Architekturbüro Konstrukt. Es soll das 50-jährige, baufällige Primarschulhaus ersetzen. Das neue Schulhaus ist viergeschossig (exkl. dem Untergeschoss). Auf dem Dach des Minergie-Baus soll eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden. Der Bau wird nach Minergie-Standard realisiert.

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