Aarau

39 Aarauer Kleingewerbler erhielten Geld – zwei Drittel beantragten Maximalbetrag

1,5 Millionen Franken stehen im Topf bereit.

1,5 Millionen Franken stehen im Topf bereit.

Der Stadtrat hat einen Topf mit 1,5 Mio. Franken bereitgestellt, aus welchem für ein­heimische Kleinunternehmen Kredite gesprochen werden können. Laut Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker seien bisher 39 Anträge eingegangen, rund 520'000 Franken wurden ausbezahlt. «An Lädelibesitzer, Gastronomen oder auch Physiotherapeuten, die keine Klienten mehr haben», präzisiert Hilfiker. Etwa zwei Drittel der knapp 40 Kreditnehmer habe den Maximalbeitrag von 15'000 Franken beantragt. «Man merkt aber schon: Die Leute überlegen sich eingehend, ob sie wirklich einen Kredit aufnehmen wollen, den sie ja irgendwann zurückzahlen müssen.» Die Stadt hat den sogenannten Rangrücktritt erklärt, was bedeutet, dass der Kreditnehmer nicht gleich Konkurs anmelden muss, wenn die Bilanz in Schieflage gerät.

Derzeit sind keine weiteren Gesuche pendent. Der Stadtpräsident rechnet damit, dass – sollten die Massnahmen des Bundes über den 26. April hinaus verlängert werden – weitere eintreffen. Das hänge auch noch davon ab, welche Gelder der Bund und der Kanton ihrerseits zur Verfügung stellen. «Es ist ein Problem, dass derzeit niemand weiss, wie es weitergeht», sagt Hilfiker. «Die Gefahr ist gross, dass wir ein eine grosse Rezession oder sogar Depression rutschen. Deshalb wäre ein Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown jetzt dringend nötig, damit zumindest eine Perspektive besteht.» (nro)

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