Aarau
Zwei tot, zwei verschwunden: Jetzt sind es nur noch fünf Schwänchen

Erst noch konnte sich Aarau freuen, dass alle neun kleinen Schwänchen das Teenageralter erreichten. Doch nun geht es rapide abwärts. Bereits fehlen vier. Möglicherweise mussten sie sterben, weil sie von Passanten gefüttert wurden.

Nadja Rohner
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Die Aarauer Schwanenfamilie am Montag unterwegs im Schachen.

2.8.2021, Nadja Rohner

Es ist wahr, was man sich in Aarau erzählt: Nur noch fünf der ursprünglich neun Schwanenküken sind auffindbar. Zwei sind spurlos verschwunden, zwei mussten von der Tierklinik eingeschläfert werden.

Eines, weil es einen Infekt entwickelte, nachdem es verwundet wurde. Ein anderes sei in einem sehr schlechten Allgemeinzustand gewesen, sagt Jagdaufseher Hansruedi Müller. Weshalb, wisse man nicht. Aber er habe mit der Jagdverwaltung vereinbart, dass, sollte noch ein dritter Jungschwan eingeschläfert werden müssen, der Kadaver genau untersucht würde, um die Ursache zu finden.

Auf keinen Fall füttern

Möglich ist, dass der schlechte Allgemeinzustand des Schwänchens durch die Fütterung mit ungeeigneten Lebensmitteln herbeigeführt wurde. Kürzlich habe er beobachtet, wie Passanten den jungen Schwänen, die sich derzeit oft beim Badi-Parkplatz aufhalten, Paprika-Pommes-Chips verfüttert hätten, erzählt Hansruedi Müller. Deshalb zur Erinnerung: Die Schwäne dürfen auf keinen Fall gefüttert werden – weder mit Chips noch mit anderem.

Da waren es noch neun Junge: Als die Aarauer Schwanenfamilie Mitte Juli die Polizei auf Trab hielt.

Argovia Today

Nicht bestätigen kann Hansruedi Müller das Gerücht, wonach einer der Elternschwäne von einem Auto überfahren worden sei. Er habe zwar selber seit geraumer Zeit immer nur ein Schwan bei den Jungen gesehen, sagt Müller, über den Verbleib des zweiten wisse er aber nichts.

Update vom 3.8.: Mittlerweile sind es nur noch vier Schwänchen.

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