Das Lokal heisst Meat’s, der Geschäftsführer Fleischhauer. Nomen est omen (der Name ist Programm): Das 2013 eröffnete Aarauer Restaurant ist spezialisiert auf Fleisch, das in einem Original US-Ofen von 800 Grad Celsius gebraten wird. Genau in diesem Milieu wurde jetzt der «Beyond Burger» vorgestellt.

Er sieht aus wie Fleisch, schmeck wie Fleisch, ist aber komplett vegan und wird im Labor produziert. Ein neuartiger Burger, der in der Schweiz so gut wie unbekannt ist. Einzig in Zürich hat eine Burger-Kette die vegane Alternative seit Anfang März auf der Karte.

«Die Nachfrage ist bisher gross und den Gästen schmeckt der neue Burger. In den letzten drei Tagen waren rund zehn Prozent der Bestellungen ‹Beyond Burger›», so Geschäftsführer Christian Fleischhauer (34).

Der «Beyond Burger» ist eine neue Art des veganen Burgers: Der Burger enthält weder Soja, Gluten noch geschmacksverstärkende Zusätze und basiert hauptsächlich auf Erbseneiweiss, Kokosfett und Randensaft für die Farbe. Aber weshalb ein veganer Burger in einem Steakhouse? «Mit dem Beyond Burger wollen wir unsere Bandbreite erweitern», erklärt Christian Fleischhauer. Er schaut sich im Restaurant um und sagt weiter: «Veganer sollen im ‹Meat’s› essen können. Zudem ernähren sich die Leute in der heutigen Zeit immer bewusster, Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema in der Gastronomie. Der ‹Beyond Burger› ist also auch für den Fleischesser, der eine fleischlose Alternative geniessen möchte, eine perfekte Option.» Die Idee kam von Fleischhauers Ehefrau, die seit acht Monaten auch im Meat’s arbeitet: «Sie wurde auf Instagram auf den ‹Beyond Burger› aufmerksam.»

Den Ursprung hat der vegane Burger in den USA. Entwickelt wurde er vom kalifornischen Start-up Beyond Meat, das 2009 gegründet wurde. Christian Fleischhauer bezieht die tiefgefrorenen ‹Beyond Burger› von der Firma Eggenschwiler in der Schweiz. Hergestellt werden sie in den USA. Die «Beyond Burger»-Kreation im Meat’s kostet 26 Franken und wurde vom Wirt selbst entwickelt. Sie ist bis auf die letzte Zutat vegan, versichert Fleischhauer: «Das Focaccia Brot, wie auch die Cocktailsauce sind vegan. Und auch bei der Zubereitung schauen wir darauf, dass die ‹Beyond Burgers› in einer separaten Bratpfanne und das Brot auf einem separaten Holzbrett zubereitet werden.»

Der Vegan-Trend breitet sich hierzulande immer weiter aus. Als Nächstes plant nun auch Nestlé eine Offensive: Bereits im Frühjahr sollen unter dem Label Garden Gourmet erstmals vegane Burger von Nestlé auf den Markt kommen. «In der Gastronomie ist es elementar, Augen und Ohren offen zu haben. Mir ist es wichtig, Trends in unserem Erlebnisrestaurant umzusetzen», sagt Fleischhauer stolz.