Qualitätskontrolle

Aarauer Kitas auf dem Prüfstand: Seit vier Jahren macht die Stadt Überraschungskontrollen

Kontrolle muss sein: Die Aarauer Kitas werden jedes Jahr zweimal kontrolliert.

Kontrolle muss sein: Die Aarauer Kitas werden jedes Jahr zweimal kontrolliert.

Zwei Politiker haben Anfang Jahr eine Anfrage zu den Kontrollen in den Aargauer Kitas eingereicht. Gewünscht wurden nähere Informationen zur Häufigkeit der Besuche und zur Qualitätssicherung. Nun ist klar: Seit 2016 Jahren macht die Stadt jedes Jahr jeweils zwei Überraschungskontrollen.

Aufsichtsbesuche in den Aarauer Kinderkrippen sind alle zwei Jahre Pflicht, laut Einwohnerrat Alexander Umbricht (GLP) wurde ihm aber zugetragen, dass gewisse Kitas zuletzt vor acht oder neun Jahren kontrolliert worden seien. Im Januar haben deshalb er und Peter Jann (GLP) eine Anfrage betreffend Qualitätssicherung und die Häufigkeit von Kontrollen der Krippen eingereicht.

Die Beantwortung durch den Stadtrat liegt nun vor: 13 Kitas mit 552 Betreuungsplätzen müssen derzeit beaufsichtigt werden. Im Vergleich zu 2012 haben sich die Anzahl Trägerschaften und Einrichtungen verdoppelt. Die personellen Ressourcen wurden seitdem aber nicht mehr erhöht: 120 Stellenprozente stehen dem städtischen Fachbereich Fusta zur Verfügung für verschiedene Aufgaben vom Beraten der Eltern über die Berechnung von Unterstützungsbeiträgen bis zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die Qualität der Kitas werde laut Stadtrat sichergestellt zuerst durch das Bewilligungsverfahren neuer Kitas, bei dem der Betrieb vorerst für nur ein Jahr gewährt wird. In der Zeit werden auch mit Aufsichtsbesuchen die Auflagen oder die Einhaltung des Betreuungsschlüssels geprüft. Nach der definitiven Bewilligung finden unangemeldete Kontrollen statt.

Erfüllt eine Kita die Vorgaben nicht, wird die Bewilligung entzogen

In den letzten vier Jahren gab es insgesamt acht solche Überraschungsbesuche in vier Einrichtungen, jedes Mal wegen Problemen mit den Qualitätsvorgaben. In der Regel seien danach «intensive Nachprüfungen» notwendig. Weil wegen dem neuen Kinderbetreuungsreglement alle Kitas bis Ende Jahr ein neues Gesuch einreichen müssen, werden die aktualisierten Qualitätsvorgaben voraussichtlich im vierten Quartal 2020 für alle geprüft.

Erfüllt eine Kita die Vorgaben nicht und danach auch nicht die Auflagen, wird ihr die Bewilligung entzogen. Kita-Angestellte und Eltern können Probleme direkt beim Fachbereich Fusta melden, auch anonym. Dort wird auch Auskunft gegeben darüber, ob eine Kita Mitglied ist beim Verband Kibesuisse oder über ein Qualitätslabel verfügt.

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