Aarau/Wettingen
1. Mai-Kundgebung erlaubt – Coronademo nicht: Wird das zum Eigengoal?

Coronademos in Aarau und Wettingen sind verboten. 1. Mai-Kundgebungen dagegen erlaubt. Die Meinungen dazu gehen auseinander.

Drucken
Teilen

Tele M1

Als sich die Gegner der Coronamassnahmen in Altdorf oder Rapperswil versammelten, war dies jeweils eine unbewilligte Demonstration. Ebenso abgelehnt wurden die Veranstaltungen in Aarau und Wettingen nächste Woche. Für die Aargauer FDP-Nationalrätin Maja Riniker ist das die richtige Entscheidung. «Es gibt keine Ansprechpersonen, wie beispielsweise bei einem Fussballmatch, um das Verhalten der Personen zu beeinflussen», erklärte sie dem Regionalsender Tele M1. Somit könne die Regierung einer solchen Veranstaltung auch nicht zustimmen.

Die Kundgebungen am 1. Mai wurden in Aarau dagegen bewilligt. Für SVP-Nationalrat Andreas Glarner könnte das zu einem Eigengoal werden: «Wenn der Regierungsrat linke Demos bewilligt und die des Aktionsbündnisses nicht, dann provoziert er natürlich, dass diese trotzdem gehen.»

Ähnlich äussert sich auch Grünen-Nationalrätin Irène Kälin. Das Demonstrationsverbot, wie es momentan herrsche, oder die Gleichstellung von Veranstaltung mit Meinunsäusserungsfreiheit sei unverhältnismässig, sagte sie am Rande der 1. Mai-Kundgebung. «Wenn man schon illegal demonstrieren muss», so Kälin weiter, «dann wünsche ich mir aber, dass wenigstens die Schutzmassnahmen eingehalten werden.»

Dass sich ausgerechnet Massnahmengegner an die Maskenpflicht halten werden, darf bezweifelt werden. Letztlich wird sich das nächste Woche zeigen, wenn es im Aargau zum Aufmarsch der Coronaskeptiker kommt.

Aktuelle Nachrichten