Jürg Ammann

Aargauer Extremschwimmer wagt sich in kälteste Seen der Schweiz – erste Etappe erfolgreich

Thunersee: Suche nach Grenzerfahrungen

Thunersee: Suche nach Grenzerfahrungen

Der Extremschwimmer Jürg Ammann durchschwamm den gesamten Thunersee ohne Neopren-Anzug. Sein Vorhaben ist damit aber noch nicht abgeschlossen.

Extremschwimmer Jürg Amann aus Erlinsbach wagt sich an zwei neue Grenzerlebnisse heran: in nur zwei Tagen will er den Thuner- und den Brienzersee durchschwimmen. Die erste Etappe hat er erfolgreich hinter sich gebracht.

Kurz nach acht Uhr am Samstagmorgen wagt sich Jürg Ammann bei Neuhaus in Interlaken in den rund 18 Grad kalten Thunersee. Auch der Extremschwimmer muss sich erst an das kühle Wasser gewöhnen. Rund sechs Stunden wird er darin verbringen.

«Es ist schon ein Problem, wenn man sich so lange im kalten Wasser aufhält. Die Auskühlungsmomente sind auf jeden Fall vorhanden», sagt der 52-Jährige gegenüber «Tele M1». 16 Kilometer hat er vor sich – und das ohne Neoprenanzug. 

Um seinen Körper vor der Kälte zu schützen, lässt sich der Rekordschwimmer einfetten. Akribische Vorbereitung kann auch Spass machen: «Wer hat schon zwei Frauen, die einem am frühen Morgen die letzten Streicheleinheiten geben – sensationell», lacht er in die Kamera. 

Schneller als erwartet im Ziel

Immer wieder sucht Ammann die Grenzerfahrung. Anfang März durchquerte der Erlinsbacher bei 4,5 Grad Celsius den Hallwilersee. 2015 wagte er sich an den 32 kilometerlangen Ärmelkanal. Kurz vor dem Ziel musste er seine Mission jedoch abbrechen – er war am Ende seiner Kräfte.

Bezwingung des Ärmelkanals gescheitert

Jürg Ammann scheitert an der Bezwingung des Ärmelkanals – die starken Strömungen machten ihm zu schaffen.

Im Skype-Interview, kuzr nachdem er aus dem Wasser gestiegen ist, erzählt er erstmals davon. (1. August 2015)

Auch inmitten des Thunersees vergeht dem Extremschwimmer plötzlich das Lachen: Ein Krampf am inneren Oberschenkel lässt Ammann kurz innehalten. An Aufgeben denkt er jedoch nicht – im Gegenteil: das Ziel erreicht er sogar schneller als erwartet.

«Der nächste Krampf kündigt sich bereits im Oberschenkel an, aber ich fühle mich gut. Die erste Etappe ist geschafft», sagt er freudestrahlend. Die Erholungszeit ist jedoch nur kurz: Bereits am Sonntag wird er in den Brienzersee steigen.

«Ich hatte Todesangst, ja»: Jürg Ammann spricht über sein Abenteuer im Ärmelkanal.

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