Schönenwerd
Ältester Sakralbau des Kantons Solothurn ist in Rot und Blau gehüllt

Der Turm der Stiftskirche der christkatholischen Kirchgemeinde in Schönenwerd wird umfassend saniert. Er litt stark unter den Witterungseinflüssen.

Fabio Baranzini
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Kirchgemeindepräsident Bruno Haas (links) und Architekt Reto Esslinger vor dem eingerüsteten Kirchturm.

Kirchgemeindepräsident Bruno Haas (links) und Architekt Reto Esslinger vor dem eingerüsteten Kirchturm.

Fabio Baranzini

Auffällig eingerüstet in den Farben Rot und Blau präsentiert sich derzeit das Wahrzeichen von Schönenwerd. Die beiden Farben werden das Bild des Kirchturms noch eine Weile prägen. Die Sanierungsarbeiten am ältesten Sakralbau des Kantons Solothurn werden bis Ende Juli dauern.

«Der Turm der Stiftskirche ist sehr exponiert und leidet stark unter den Witterungseinflüssen. Vor allem Wind, Regen und Frost setzen dem Naturstein zu», erklärt der zuständige Architekt Reto Esslinger. «Diese Arbeiten am Naturstein sind die aufwendigsten und zeitintensivsten der gesamten Sanierung.» Die Mörtelfugen werden erneuert, kleine Flicke im Jura-Kalkstein ausgebessert und grössere Stücke, die Schaden genommen haben, durch neuen Stein derselben Art ersetzt. Der gesamte Turm erhält einen neuen Verputz.

Hälfte der Kosten muss Kirchgemeinde bezahlen

Am Dach werden Spenglerarbeiten vorgenommen. Zudem werden die Fahne, die Sichel und die Kugel auf Kirchturmspitze neu vergoldet, genauso wie auch die Zeiger der Kirchturmuhr.

Die Kosten belaufen sich auf 353 000 Franken. Rund die Hälfte muss die Kirchgemeinde selber berappen, wie Kirchgemeindepräsident Bruno Haas sagt. Auch die reformierte Kirchgemeinde, welche die Stiftskirche mitbenützt, trägt über die jährlich zu entrichtende Miete ihren Teil an den Sanierungsarbeiten bei. Der restliche Betrag wird von Bund und Kanton, von der Denkmalpflege und durch Subventionen der christkatholischen Kantonalkirche gedeckt.

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