Aarau

Altstadt-Brand: Jetzt steht fest, wie hoch die Schadenssumme war

Am 3. September 2019 brannte es an der Rathausgasse.

Am 3. September 2019 brannte es an der Rathausgasse.

Die Aargauische Gebäudeversicherung verrät, wo sie 2019 am meisten für Brand-Schäden bezahlen musste.

Der Abend mit den beängstigenden Flammen, die Tage danach mit dem beissenden Rauchgeruch: Der September 2019 wird vielen Aarauern in Erinnerung bleiben. An der Rathausgasse wurden mehrere Häuser, deren Sanierung bereits weit fortgeschritten war, ein Opfer der Flammen. Mutmasslich wegen nicht sachgerechten Umgangs mit Raucherwaren, wie die Staatsanwaltschaft Ende Februar sagte. Ob die Täter je ermittelt werden können, ist noch offen.

Fest steht dagegen jetzt, wie hoch die Schadenssumme war. Die Aar­gauische Gebäudeversicherung (AGV) nennt in ihrer Medienmitteilung zum Geschäftsbericht 2019 die Zahl 3,2 Millionen Franken. Das sei für die AGV der grösste Brandfall des vergangenen Jahres gewesen. «14 Gebäude waren betroffen», schreibt die AGV. «Die vier am stärksten betroffenen Gebäude weisen zusammen eine Schadensumme von 3,1 Millionen Franken auf.»

Die Brandbilder vom September 2019:

Als weiteren «erinnerungswürdiger Brand» erwähnt die AGV das Feuer, das am 17. Dezember die Turnhalle von Holderbank zerstörte. Der Gesamtschaden dieses Ereignisses liegt bei 1,55 Millionen Franken. Der Gemeinderat hat zwischenzeitlich die Absicht geäussert, einen Ersatzneubau zu erstellen. Der Auftrag für eine Projektstudie ist erteilt. Das Baugesuch für den Abbruch der Ruine läuft noch bis am 8. Juni – und die Brandursache dürfte wohl für immer unklar bleiben.

Insgesamt weniger Schäden und gute Börsenentwicklung

Über den ganzen Aargau und das ganze Jahr betrachtet, sei die Schadenbelastung Feuer und Elementar im Jahr 2019 unterdurchschnittlich gewesen, schreibt die AGV. «Der unterdurchschnittliche Schadenverlauf 2019 und die sehr guten Entwicklungen an der Börse führten zu einem sehr erfreulichen Gewinn von 101,3 Millionen Franken in der Feuer- und Elementarschadenversicherung.» Wegen der erfreulichen Entwicklung bekamen die Versicherten der obligatorischen Feuer- und Elementarschadenversicherung auf der Prämie 2020 einen Rabatt von 35 Prozent. «Die Versicherten erhielten dadurch insgesamt 28 Millionen Franken zurück», schreibt die AGV, bei der letztes Jahr 231795 Gebäude versichert waren.

Aus der Vogelperspektive: das Ausmass des Brandes in der Aarauer Altstadt am Tag danach. (4. September 2019)

Aus der Vogelperspektive: das Ausmass des Brandes in der Aarauer Altstadt am Tag danach. (4. September 2019)

Im Bereich Feuerwehren zahlte die AGV 2019 Beiträge und Subventionen an die Gemeinden im Umfang von 8,6 Millionen Franken. Das Geld wurde primär für Hydrantenanlagen, Feuerwehrlokale und -einrichtungen und Motorfahrzeuge eingesetzt. Für die Ausbildung der Feuerwehren wendete die AGV im letzten Jahr 204 Millionen Franken auf.

Meistgesehen

Artboard 1