Andreas Schöb (CVP) ist der neue zusätzliche Gerichtspräsident des Bezirksgericht Aarau. Er erhielt 6829 gültigen Stimmen. Schon im Wahlkampf genoss Schöb eine breite, parteiübergreifende Unterstützung. „Es freut mich, dass mir so viele Wähler mit ihrer Stimme ihr Vertrauen schenkten", sagt Schöb gegenüber der Aargauer Zeitung. Er freue sich auf den neuen Job, sagt er. Klar ist, dass der neue Gerichtspräsident nach Aarau ziehen wird - zurück in seine Heimatstadt. Heute wohnt er in Ennetbaden.

Schildknecht ist ein fairer Verlierer

Insgesamt 4680 Stimmen erhielt Ralph Schilknecht (GLP), der sich klar enttäuscht zeigt über die Nichtwahl. „Ich habe viel Geld und Zeit in den Wahlkampf investiert", sagt er. Ihm sei es allerdings wichtig gewesen durch seine Kandidatur einen echten, demokratischen Wahlkampf zu ermöglichen. Schildknecht gibt sich aber als fairer Verlierer und wünschte dem neuen Gerichtspräsidenten Andres Schöb alles Gute und viel Kraft im neuen, anspruchsvollen Amt.

Wer ist Andreas Schöb?

Der neue Gerichtspräsident Andreas Schöb ist Obergerichtsschreiber und war seit Erlangung des Anwaltspatents 2004 für alle Abteilungen des Gerichts tätig, aktuell für das Handelsgericht. Zuvor arbeitete er in Anwaltskanzleien und am Bezirksgericht Lenzburg. Er war Projektmitglied bei der Einführung der neuen Zivil- und Strafprozessordnung 2011 und arbeitet seit einem Jahr an der Einführung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts im Kanton Aargau mit. Andreas Schöb ist verheiratet und wird im Herbst zum ersten Mal Vater.