Engpass

Angespannte Finanzen: Gemeinde hilft Spitex Gränichen aus der Klemme

(Symbolbild)

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Von der Spitex Gränichen gibt es zwei erfreuliche Nachrichten: Erstens ist sie bisher gut durch die Coronazeit gekommen. Zweitens hat der Gemeinderat gemäss einer Medienmitteilung beschlossen, die Gemeindebeiträge ab 2021 zu erhöhen.

Die finanzielle Situation der Spitex Gränichen ist gemäss eigenen Angaben angespannt: Im Geschäftsjahr 2019 gab es bei einem Umsatz von 1,64 Millionen Franken einen Verlust von 67'637 Franken. Das Eigenkapital sank auf 33'565 Franken – und für 2020 ist ein weiterer Verlust budgetiert.

«Kurzfristige Engpässe bei der Liquidität konnten dank der unbürokratischen und guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde überbrückt werden», schreibt Spitex-Präsident Ruedi Gautschi im Jahresbericht 2019. Allerdings hat die Gemeinde per Mitte letzten Jahres aus Kapazitätsgründen die Führung der Spitex-Buchhaltung gekündigt. Neu ist ein Treuhandbüro zuständig.

Die Spitex Gränichen beschäftigte 2019 insgesamt 25 Personen (13,6 Vollzeitstellen, plus 1,2 gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg nur wenig auf 28923 (plus 128). Davon wurden 12'010 verrechenbare Stunden in der Krankenpflege erbracht, und 2440 verrechenbare Stunden in der Hauswirtschaft. Im Jahresbericht des Präsidenten ist die Rede von der zunehmenden Konkurrenz seitens zusätzlicher privater Anbieter. Und von der intensiven Suche nach Synergien, auch im Rahmen des Zusammenarbeitsprojektes von sechs Spitex-Organisationen im Raum Aarau Regio.

Coronabedingt musste die Generalversammlung auf schriftlichem Weg durchgeführt werden. Von den rund 600 Mitgliedern des Gränicher Spitex-Vereins nahmen 8,5 Prozent (52 Personen) teil. Allen An­trägen des Vorstandes wurde mit mindesten 94 Prozent zu­gestimmt. (uhg)

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