Regionales Projekt
Auch Buchs sagt Ja zur Traglufthalle über dem Schwimmbecken in Suhr

Der Einwohnerrat hat den Verpflichtungskredit genehmigt. Allerdings fiel der Entscheid knapp und nach kontroverser Diskussion.

Nadja Rohner
Merken
Drucken
Teilen

Der Buchser Einwohnerrat hat seinen Beitrag zur Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken des Schwimmbades Suhr zwar genehmigt. Aber die Finanzierung ist damit noch nicht in trockenen Tüchern. Es fehlen die Entscheide zu den Traglufthallen-Beiträgen aus Biberstein und Küttigen. Beide haben die Wintergemeindeversammlung zugunsten einer Urnenabstimmung abgesagt und werden die Traglufthallen-Vorlage erst an die Sommergmeind 2021 bringen.

«Ich bin gespannt, wie sich die Bevölkerung entscheiden wird», sagt der Küttiger Ammann Tobias Leuthard, dessen Gemeinde rund 100'000 Franken beisteuern soll. «Dabei geht es nicht nur um den rein finanziellen Aspekt, sondern auch um die Frage: Wie positionieren wir uns als Gemeinde, wenn es um die Bewältigung gemeinsamer Aufgaben in der Region geht? Welche Kooperationen pflegt man?» Für Leuthard ist das eine Grundsatzfrage. «Die Solidarität mit der Region und innerhalb der Region steht auf dem Prüfstand.»

Hinsichtlich Transparenz kritisiert

In Buchs fiel die Abstimmung mit 20 Ja zu 16 Nein knapp aus. «Das Projekt kommt nur dem Schwimmclub Aarefisch und ein paar hartgesottenen Streckenschwimmern zugute», sagte Thomas Meier (SP). «Das ist mir zu wenig Nutzen für Buchs. Familien mit Kindern gehen da nicht hin.» Beat Spiess (FDP) entgegnete, der Nutzen sei indirekt: Wenn die Schwimmer in Suhr trainieren könnten, würde anderswo familienfreundlichere Wasserfläche frei.

Kritisiert wurde die Vorlage von mehreren Parteien hinsichtlich ihrer Transparenz. So operierten angeblich nicht alle Involvierten mit denselben Zahlen. Und für die Parlamentsmitglieder war nicht klar, ob und wie sehr die Schulen Bedarf an weiteren Wasserflächen haben. Zum Ausdruck kam auch die Frustration darüber, dass es in Sachen Telli-Hallenbad nicht recht vorwärtsgeht. «Es sieht immer noch gleich aus wie damals, als ich schwimmen gelernt habe», sagte Reto Fischer, 51, der die Situation «eine Katastrophe» nannte. Ammann Urs Affolter bezeichnete Fischers Votum als «absolut richtig»: «Die Region hat ihre Hausaufgaben in Sachen Schwimmbad absolut nicht gemacht.» (nro)