Corona-Virus

Auto-Präsident Sollberger: Warum sein Anlass als bisher einziger im Aargau nicht bewilligt wurde

Martin Sollberger ist Präsident des Autogewerbeverbandes Sektion Aargau.

Martin Sollberger ist Präsident des Autogewerbeverbandes Sektion Aargau.

Von den über 400 Bewilligungsanfragen von Veranstaltern im Kanton Aargau wurde bis zur Stunde gerade mal eine einzige negativ beantwortet von der Kantonsärztin. Dabei handelt es sich um die Auto-Ausstellung Aarau West vom 13. Bis 15. März in Oberentfelden. Martin Sollberger, Präsident des Autogewerbeverbandes Sektion Aargau, bestätigt auf Anfrage: «Ja, wir haben leider am Freitagabend vom Kanton Bescheid bekommen, dass unser Anlass nicht bewilligt wird.»

Grund dafür ist die Besucherzahl. «Wir hätten mit bis zu 9000 Personen gerechnet, allerdings verteilt auf drei Tage sowie zwei Hallen und Aussenbereiche.» Er habe zwar Verständnis für die Massnahme, sei aber verwundert, dass sie offenbar die einzigen von den Antragstellern seien, die keine Bewilligung erhalten hätten, so Sollberger.

Der 66-jährige Garagist aus Oberentfelden will aber nach vorne schauen. «Wir versuchen die Ausstellung auf Herbst zu verschieben und suchen mit den Tennishallen-Betreibern ein neues Datum.» Natürlich sei die Ausstellung nicht für einen Pandemiefall versichert, sagt Sollberger. Aber wenn der Anlass doch noch stattfinden könne, halte sich der finanzielle Schaden in Grenzen.

Krisenstab des Kantons arbeitet auf Hochtouren

Die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel hat an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun: Sie und ihr Krisenstab haben innert eines Tages fast 400 Gesuche für Veranstaltungen mit über 150 Personen erhalten. Seit Freitag, 15 Uhr, brauchen Aargauer Veranstalter für Anlässe ab 150 Personen eine Bewilligung vom Kanton. Ab 1000 Personen müssen sie abgesagt werden. Das hatte der Bund am Freitag klargemacht. 

Bis Samstagabend wurden 390 Gesuche bearbeitet. Am Sonntag kamen 20 neue dazu. Alle dringenden Anfragen für Veranstaltungen konnten behandelt werden, sagt Jelena Teuscher, Mediensprecherin des Departementes Gesundheit und Soziales auf Anfrage.

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