Aarau
Baustart bei Kunsteisbahn – aber Bauarbeiter kommen später

Es ist ein historischer Tag, dieser Montag, 3. November: Die Bauarbeiten für die Sanierung der Keba haben begonnen. Doch Bauarbeiter sind noch nicht zu sehen. So richtig los geht es nämlich erst in zwei Wochen.

Hubert Keller
Drucken
Keba-Baustart
6 Bilder
Der Eingang zur Keba.
Neben der Keba befinden sich Fussballfelder.
Ein halbes Jahr früher als geplant sind die Trainingsfelder für die Fussballer fertig geworden.
Vor wenigen Tagen hat die Swiss Football League die Trainingsfelder abgenommen.

Keba-Baustart

EMANUEL PER FREUDIGER

Der Lärm, der vom Aussenfeld her bis zum Parkplatz schwappte, stammte nicht von Baumaschinen, sondern von fröhlich lachenden Schülern, die im Turnunterricht der Eiskunstläuferin Sarah Meier oder Eishockeyaner Mark Streit nacheiferten. Walter Tschudin vom Brugger Architektur- und Planungsbüro hatte vorgewarnt: «Viel wird man am Montag nicht zu sehen bekommen.»

In den kommenden zwei Wochen werde die Baustelle eingerichtet. Container würden aufgestellt und die Baustelle vor unbefugten Zutritten gesichert. Erst dann gehe es so richtig los. Walter Tschudin muss es wissen, er ist mit seinem Büro für die Bauleitung verantwortlich.

«Ab 17. November wird im Feld, wo das Garderobengebäude zu stehen kommt, der Humus abgetragen und die Baugrube ausgehoben», sagt Tschudin. Und dann gehe es Etappe um Etappe weiter. Die Kinder übrigens, die am Montag endlich wieder Schlittschuhlaufen durften, können beruhigt sein: Ein Eisfeld mindestens wird immer in Betrieb sein.

In der Saison 2017/2018 in Betrieb

Wenn der Fahrplan eingehalten werden kann, wird das neue überdachte Aussenfeld im Winter 2016/17 in Betrieb genommen. Solange stehen die Halle und das bestehende Aussenfeld dem Schul- und Freizeitsport sowie den Clubs zur Verfügung.

In der Saison 2016/17 werden die Bauarbeiter die Halle für sich beanspruchen. Die Eishockeyaner können auf die Kunsteisbahn Olten ausweichen. Bereits im Winter 2017/18 soll die gesamte Anlage mit Halle und neuem Aussenfeld wieder zur Verfügung stehen.

Ein halbes Jahr früher als geplant sind die Trainingsfelder für die Fussballer fertig geworden. Der Rasen ist noch nicht sehr dicht, aber grün. Vor wenigen Tagen hat die Swiss Football League die Trainingsfelder abgenommen und für gut befunden. «Das Wetter war günstig und hat die Arbeiten beschleunigt», sagt Walter Tschudin.

Bei der Keba hat alles viel länger gedauert als erwartet. Im Januar 2011 wurden die Baukredite freigegeben und die Projektierung und Ausführungsplanung an die Hand genommen. Doch Einwendungen, insbesondere gegen den Betrieb der Eis- und Trainingsfelder, verzögerten das Projekt stark. Und als Anfang 2013 endlich die Baubewilligungen rechtskräftig wurden, gerieten die Kosten aus dem Ruder.

Fast 21 Millionen Franken Kosten

Die Kosten stiegen auf brutto fast 21 Millionen Franken. Der Stadtrat sah sich gezwungen, einen Nachtragskredit von über 3 Millionen Franken zu beantragen. Drei Viertel der Stimmberechtigten war das nicht zu viel. Die langwierigen Verhandlungen mit Einsprechern und die Verzögerungen hatten sie nicht mürbe gemacht, die Keba ist und bleibt den Aarauerinnen und Aarauern zu wichtig, als dass sie die Millionen hätten schrecken können.

Aktuelle Nachrichten