Strassenverkehr

Bei der Aarauer Kreuzplatz-Sanierung geht am Sonntag die letzte von drei heiklen Wochen zu Ende

Daniel Fischer (l.) und Michael Wagner sind froh, dass das befürchtete Stauchaos grösstenteils ausgeblieben ist.

Daniel Fischer (l.) und Michael Wagner sind froh, dass das befürchtete Stauchaos grösstenteils ausgeblieben ist.

Bei der Aarauer Kreuzplatz-Sanierung geht am Sonntag die letzte von drei heiklen Wochen zu Ende. Noch immer laufen die Bauarbeiten allerdings auf Hochtouren. Faszinierend ist dabei vor allem, was auf so engem Raum alles Platz hat.

Wir sehen die Buchserstrasse. Den Bereich zwischen dem Kreuzplatz und der SBB-Unterführung. Und wir sehen Männer an der Arbeit. Den Maschinisten der Einbaumaschine, der seinen Sitz auf die Gegenfahrbahn hinaus drehen muste. Den Chauffeur, der den Gelenkbus den Leitbaken entlang zirkelt. Die Fahrbahn ist während des Teerens noch enger, als sie ohnehin schon wäre. Und mitten drin steht ein Mann des Verkehrsdienstes – als Beobachter hat man den Eindruck, er müsse den Bauch einziehen.

«Ich hätte nicht erwartet, dass es so gut läuft»

Die heisse Phase der Kreuzplatz-Sanierung begann vor drei Wochen. Was das Investitionsvolumen (1,1 Mio. Fr.) anbetrifft, ist es keine grosse Strassenbaustelle. Aber, weil in der Kantonshauptstadt ohne den Kreuzplatz verkehrsmässig fast nichts geht, war der Respekt der Planer gross: Sie befürchteten enormen Stau-Ärger. Es gab ihn nicht im XXL-Ausmass. Wirklich stark gestresst waren Verkehrsteilnehmer nur am Montag der zweiten Woche, dem ersten Werktag mit beidseitig gesperrter Rohrerstasse.

Am Donnerstag begann die letzte grosse Etappe der Teerarbeiten.

Am Donnerstag begann die letzte grosse Etappe der Teerarbeiten.

«Ich hätte nicht erwartet, dass es so gut läuft», erklärt Michael Wagner, Kreisingenieur im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Wahrscheinlich habe jede der vielen Massnahmen dazu beigetragen. Also auch die Kappung des Gais-Kreisels. Projektverfasser und Bauleiter Daniel Fischer von CES Bauingenieur AG ergänzt, dass das Wetter gut gewesen sei.

Des Lobes voll über die Arbeit in den letzten zwei Wochen

Übermorgen Sonntag, ab acht Uhr, werden die Umleitungen rückgebaut. «Danach ist wieder alles offen, die Signalisation so wie sie war», erklärt Fischer. In den kommenden zwei Wochen müssen dann noch Kleinarbeiten erledigt werden, etwa Verkehrsinseln erstellt oder Induktionsschlaufen gefräst werden.

Dies geschieht unter punktuellem Einsatz vom Verkehrsdienst. Wagner und Fischer sind des Lobes voll über die Arbeit dieser Frauen und Männer in den letzten zwei Wochen. Und sie wundern sich, dass immer wieder Automobilisten das Personal angemotzt haben: «Es ist verrückt, was sich der Verkehrsdienst anhören musste.» Wohl von Leuten, die noch nie zwischen einer Einbaumaschine und einem Bus standen.

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Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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