Aarau

Bei einer Fusion im «Zukunftsraum Aarau» sollen die Kreisschulen abgeschafft werden

Kommt es zur Fusion im «Zukunftsraum Aarau», geht die Schule in die Gemeindeverantwortung zurück.

Kommt es zur Fusion im «Zukunftsraum Aarau», geht die Schule in die Gemeindeverantwortung zurück.

Kommt es zu Fusionen innerhalb des «Zukunftsraums Aarau», bedeutet das sehr wahrscheinlich das Ende der Kreisschule Aarau-Buchs. Das hat die «Zukunftsraum»-Projektsteuerung am Mittwoch bekannt gegeben. Auch die Kreisschule Entfelden würde aufgelöst, wenn sich Ober- und Unterentfelden zur Fusion mit Aarau entschliessen.

Stattdessen will man die Schule in die Verwaltung der neuen Kantonshauptstadt integrieren und mit den Aussengemeinden Vertragslösungen machen. Etwa mit Gränichen (heute Vertragslösung mit Suhr), mit Küttigen, Biberstein und Erlinsbach (heute Vertrag mit Kreisschule Aarau-Buchs). Auch Buchs würde wieder zum blossen Vertragspartner. Die Projektsteuerung begründet das damit, dass Buchs rund sechsmal kleiner wäre als die neu fusionierte Kantonshauptstadt; es entstünde «ein Ungleichgewicht».

Laut Aaraus Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker, Vorsitzender der Projektsteuerung, gilt das nicht bei der kleinesten Fusionsvariante (Aarau-Densbüren), aber bei allen anderen. Und auch nur unter der Prämisse, dass die Schulpflegen im Aargau wie vom Regierungsrat vorgeschlagen abgeschafft werden.

Stellt sich nun die Frage: Warum präsentierte man den Aarauerinnen und Buchsern vor nur zwei Jahren die Kreisschule als Ideallösung – und nun heisst es in der Medienmitteilung, durch eine Integration der Schulorganisation in die Verwaltung (neues Departement Bildung und Sport) werde «die Führungsstruktur vereinfacht» und «die Stellung der Schule gestärkt»? Hanspeter Hilfiker: «Bei einer Fusion im Gesamtperimeter ergibt sich eine Schule mit über 6000 Schülern und über 1000 Mitarbeitenden. Sie hat ein Budget von rund 60 Millionen Franken bei einem Gesamtbudget der neuen Hauptstadt von gut 200 Millionen Franken. Es stellte sich die Frage des absoluten Gewichts der Gemeinde Buchs. Ausserdem stünde eine Kreisschule ausserhalb der gemeindepolitischen Kontrolle. Das hält die Projektsteuerung bei dieser Grössenordnung nicht für optimal.»

Die verschiedenen Schulstandorte sollen auch in der Fusionsgemeinde bestehen bleiben; es soll drei geografische Schulbereiche geben: Ost (mit allen Schulstandorten in Buchs und Suhr), Nord (mit allen Schulstandorten in Aarau und Densbüren) sowie West (mit allen Schulstandorten in den beiden Entfelden).

Es gibt fünf Departemente: Präsidialdepartement, Departement Finanzen und Ortsbürger, Baudepartement, Departement Bildung und Sport sowie Departement Gesellschaft und Sicherheit. Die Kanzlei ergänzt die Verwaltungsorganisation als Stabstelle.

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