Eppenbergtunnel

Beim Tunnelbau wurde Öl gefunden, und in der Erde ging ein Loch auf

Eindrückliches Bild der Bauarbeiten: Der Tonnen-Bohrkopf wird an der Tunnelbohrmaschine montiert.

Eindrückliches Bild der Bauarbeiten: Der Tonnen-Bohrkopf wird an der Tunnelbohrmaschine montiert.

Während des Baus des Eppenbergtunnels kam es auch zu einigen Zwischenfällen.

So etwa im ­April 2017. Damals liefen bereits die Bohrarbeiten des Haupttunnels, und das Ausbruch-Material aus dem Eppenberg wurde nach Kölliken gebracht, wo man damit die Sondermülldeponie (SMDK) aufgefüllt hat. Plötzlich stellten die Verantwortlichen jedoch fest, dass sich in diesem Gestein geringe Mengen an natürlichem Erdöl befanden.

Rund 20'000 Tonnen des erdölhaltigen Materials mussten wieder aus der Sondermülldeponie ausgebaggert und korrekt entsorgt werden. Dies auf Kosten der SBB. Nach diesem Zwischenfall wurde dann das Ausbruch-­Material bereits vor der Lieferung nach Kölliken getestet.

Kurze Zeit später ereigneten sich zwei weitere Zwischenfällen. Im Juni wurden zwei Häuser in Schönenwerd durch die Bohrarbeiten 20 Meter unterhalb der Gebäude beschädigt. Es entstanden Risse. Diese Schäden wurden später auf Kosten der SBB behoben. Nach Angaben der Medienstelle der SBB ist es während der gesamten Bauarbeiten bei vereinzelten kleinen Schadensmeldungen geblieben.

Rund drei Monate später entstand plötzlich mitten in einem Feld in Gretzenbach ein Loch – fünf Meter breit und drei Meter tief. Diese sogenannte Rutschung entstand ebenfalls wegen der Tunnelbohrung. Dieser Krater wurde in der Zwischenzeit wieder mit Kies und Erde aufgefüllt.

Im Mai 2018 kam es zu einem Unfall auf der Baustelle Eppenberg. Die Kette eines Krans geriet während einer Schwenkbewegung über die Gleise und beschädigte einen vorbeifahrenden Zug. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. (fba)

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