Aarau

Bushaltestellen erhalten neue Anzeigen – Testbetrieb läuft

Beim Tellizentrum probiert die Busbetrieb Aarau AG neue Anzeigetafeln aus, die in Echtzeit ankündigen, wann der nächste Bus kommt.

Wer in Aarau und Umgebung regelmässig Bus fährt, der kennt es: Die Anzeigen, welche den nächsten Bus ankündigen, sind oft nicht zuverlässig. Am schlimmsten ist es bei den orangen «Würfeln», die auf langen Stangen montiert bei Bushaltestellen ausserhalb des Zentrums stehen und dort die verbleibende Zeit bis zur Ankunft des nächsten Busses anzeigen. Auf sie ist kein Verlass.

Das Problem: Die schon seit einem Jahrzehnt existierenden «Würfel» sind funkgesteuert und stören sich dabei nicht nur gegenseitig – was sie beispielsweise untauglich macht für die Innenstadt, wo die Haltestellen nahe beieinander liegen – sondern nutzen auch dieselbe Frequenz wie andere Dinge. Autoöffner oder Babyfones beispielsweise. Sie berücksichtigen bei der Anzeige auch nicht, ob der Bus noch irgendwo im Stau steht, was sie noch ungenauer macht. Die Busbetrieb Aarau AG testet deshalb bis im April neue Anzeigemonitore. Sie sind an der Bushaltestelle «Aarau, Tellizentrum» montiert. Einer ist eine klassische, grosse LED-Anzeige, wie man sie schon von anderen Haltestellen wie dem Kunsthaus kennt.

Daten direkt aus der Bus-Zentrale

Die andere, am Mittwoch montierte Anzeige ist eine Art E-Paper und funktioniert auch ohne Stromanschluss, nur mit Batterie. Die Anzeigen laufen im Gegensatz zu den «Würfeln» absolut in Echtzeit und holen ihre Daten direkt aus der Bus-Zentrale. Ausserdem haben die neuen Modelle den Vorteil, dass die Zentrale bei Betriebsstörungen aktuelle Informationen direkt darauf publizieren kann. Und: Für Sehbehinderte haben sie eine Sprach-Funktion.

Die Buspassagiere können die neuen Anzeigebildschirme bewerten und dabei Tickets für den Europapark gewinnen. Nach Abschluss der Testphase im April werden die Anzeigen evaluiert. Spätestens im Herbst sollen alle dafür vorgesehenen Bushaltestellen – rund 35 – mit dem Siegermodell ausgerüstet werden. Bereits im Frühling erhalten zehn innerstädtische Haltestellen (Rathaus, etc.) dasselbe Anzeigemodell, wie es heute schon beim Holzmarkt hängt.

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