Oberentfelden

Busse und Eintrag im Strafregister: Frau hat Sozialhilfe unrechtmässig bezogen

Die Frau muss eine Busse von 200 Franken sowie 800 Franken Strafbefehlsgebühr zahlen.

Die Frau muss eine Busse von 200 Franken sowie 800 Franken Strafbefehlsgebühr zahlen.

Eine Oberentfelderin hat während 18 Jahren Sozialhilfe für sich und ihre Familie erhalten. In dieser Zeit hat sie Guthaben auf ausländische Konti eingezahlt, ohne diese der Gemeinde zu melden.

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau hat eine Frau, die mit ihren beiden Kindern seit 2002 von der materiellen Hilfe abhängig ist, wegen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen der Sozialhilfe verurteilt. Das teilt die Gemeinde Oberentfelden mit, welche die Frau angezeigt hatte. Die AZ hat den mittlerweile rechtskräftig gewordenen Strafbefehl einsehen können. Die Frau muss demnach einstweilen 200 Franken Busse und 800 Franken Strafbefehlsgebühr zahlen. Die Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 30 Franken ist zur Bewährung ausgesetzt. Ausserdem erhält die Frau einen Eintrag im Strafregister.

Die Schweizerin hat laut Gemeindemitteilung in der Zeit, in der sie Sozialhilfe erhalten hat, mehrere Konti bei einer ausländischen Bank eröffnet und darauf Guthaben eingezahlt. «Die Person hat es unterlassen, diese Guthaben bei der Gemeinde Oberentfelden zu melden. Dadurch bezog sie ihr nicht zustehende Leistungen der Sozialhilfe», so die Mitteilung.

Unter anderem hatte die Frau, die in den letzten 18 Jahren für sich und ihre Familie Sozialhilfe im Umfang von über 216'000 Franken erhalten hatte, einen Erlös aus dem Verkauf einer geerbten Liegenschaft nicht deklariert – zirka 30'000 Franken. Dies hätte sie der Gemeinde melden müssen. 

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