Corona in den Schulen
Nach dem Fall Gönhard ist jetzt eine Klasse der Buchser Gysimatte in Quarantäne

Letzte Woche musste das gesamte Gönhardschulhaus in Aarau in Quarantäne. Über 340 Schulkinder waren betroffen. Seit Montag muss nun auch eine Schulklasse des Primarschulhauses Gysimatte in Buchs zuhause bleiben – wegen nur einem Coronafall, aber eine Mutation.

Daniel Vizentini
Drucken
Teilen
Im Buchser Primarschulhaus Gysimatte gehen rund 300 Kinder in die Schule.

Im Buchser Primarschulhaus Gysimatte gehen rund 300 Kinder in die Schule.

Britta Gut (22.5.2020)

Die Gesamtquarantäne im Aarauer Schulhaus Gönhard ist seit Montag vorbei, rund 340 Schulkinder erhalten wieder Präsenzunterricht. Dieser ist laut Philip Wernli, Leiter Schule der Kreisschule Aarau–Buchs, normal und ohne Zwischenfälle angelaufen.

Das Coronawesen erfährt nun aber eine Fortsetzung im Buchser Schulhaus Gysimatte: Wegen eines Coronafalls – einer Virusmutation – bei einem Schulkind der vierten Primarschulklasse wurde vorsorglich die gesamte Klasse in Quarantäne gesetzt. Betroffen sind zirka 20 Schulkinder, seit gestern Montag erhalten sie Fernunterricht. Alle Kinder der Schulklasse müssen sich testen lassen. Die Lehrpersonen wurden benachrichtigt, müssen aber nicht in Quarantäne.

Das infizierte Kind wurde letzte Woche positiv getestet. Das kantonale Contact-Tracing verfügte die Quarantäne am Sonntag, die Klassenlehrpersonen informierten die Eltern der betroffenen Kinder umgehend. Die Quarantäne in Buchs dauert vorläufig bis zum 13. März. Damit wird die Schulklasse die ganze Woche lang aus der Distanz unterrichtet werden, wie zuvor alle Klassen vom «Gönhard». Das Primarschulhaus Gysimatte hat mit rund 300 nur leicht weniger Schulkinder als dessen Aarauer Pendant.

Quarantäne nach nur einem Mutationsfall offenbar die neue Norm

Dass bei Virusmutationen schon nach einer Ansteckung gleich die ganze Klasse in Quarantäne gesetzt wird, scheint die aktuelle Strategie des Kantons zu sein, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bei der ersten Variante des Coronavirus hiess es bisher, dass erst ab zwei Ansteckungen in derselben Klasse eine Quarantäne verordnet wird. Philip Wernli sagt:

«Jede Schule muss im Moment mit dieser Situation umgehen können,»

Aktuelle Nachrichten