Gränichen

Das Fohlen für Sonia Kälin, offen ist noch, wer das Kalb kriegt

Egal wie weit Sonia Kälin auf dem Rütihof kommt – zum zweiten Mal nach 2012 ist sie Schwingerkönigin des Jahres.

Egal wie weit Sonia Kälin auf dem Rütihof kommt – zum zweiten Mal nach 2012 ist sie Schwingerkönigin des Jahres.

Die Königin 2015 steht vor dem Eidgenössischen Frauen- und Meitlischwingfest auf dem Rütihof bereits fest.

Phoenix heisst das Kälbchen, das die Siegerin des Eidgenössischen Frauen- und Meitlischwingfests am Sonntag auf dem Rütihof erhält. Offen ist noch, ob die Tagessiegerin beim Saisonfinale mit der Schwingerkönigin 2015 identisch ist. Diese steht nach sechs von sieben Schwingfesten in diesem Jahr bereits fest: Sonia Kälin aus Egg SZ, der Königin von 2012, ist der alljährlich verliehene Titel nicht mehr zu nehmen. 2013 und 2014 triumphierte jeweils Margrit Vetter-Fankhauser aus Escholzmatt LU. Sie ist inzwischen aber vom aktiven Sport zurückgetreten.

Anders als bei den Männern, wo der Schwingerkönig alle drei Jahre an einem zweitägigen Fest ermittelt wird, zählt bei den Frauen die übers ganze Jahr erbrachte Leistung: Die Punkte aus allen Schwingfesten werden zusammengezählt, wobei es zwei Streichresultate gibt. Unmittelbar nach dem Schlussgang am Sonntagnachmittag wird Sonia Kälin mit einem goldenen Kranz geehrt. Als Königinnenpreis kann die 30-jährige Einsiedler Sekundarlehrerin das Hengstfohlen Nedo vom Gröndu entgegennehmen.

Dass das von der Auto Schmid AG Unterentfelden gestiftete Kälbchen Phoenix das Fohlen dazu kommt, ist gut denkbar, aber keineswegs zwingend. Ein offenes Fest sei am Sonntag zu erwarten, sagt Raymond Stalder, Vorstandsmitglied und Medienchef beim Eidgenössischen Frauen-Schwingverband EFSV. «Es gibt eine Handvoll Schwingerinnen, welche dieses Fest gewinnen können.» Gegen 100 Schwingerinnen sind fürs Saisonfinale gemeldet. Insgesamt umfasst der Verband rund 150 Mitglieder.

«Die Frauen kämpfen sicher nicht so kraftvoll wie die Männer», meint Stalder. Hier zähle eher die Technik. Viele Schwingerinnen sind denn auch keineswegs Mannsweiber. Stalder sagt auch, dass es mehr Aufsehen erregt, «wenn eine schönere, attraktivere Frau zur Königin erkoren wird».

Auf dem Rütihof ist die für das Fest erforderliche Infrastruktur vorhanden. Rütihof-Betriebsleiter Andreas Fetscher leitet die Festwirtschaft. Für den schwingerischen Teil des Anlasses wie Gaben, Funktionäre und Kampfrichter ist der Verband verantwortlich.

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