Eishockey
Der Aarauer «Professor» startet in die siebte Saison

Am Samstag starten die Argovia Stars auswärts gegen den EHC Basel KLH in die neue 1.-Liga-Saison. Christoph Frei, im Team bekannt als «Professor», ist bereits zum siebten Mal mit dabei.

Fabio Baranzini
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Christoph Frei, Center bei den Argovia Stars. Fabio Baranzini

Christoph Frei, Center bei den Argovia Stars. Fabio Baranzini

Fabio Baranzini

Christoph Frei ist zwar erst 25 Jahre alt, aber aus dem Team der Argovia Stars ist er längst nicht mehr wegzudenken. Einerseits, weil die kommende Saison bereits die siebte in Folge ist, die Frei im Dress der Aarauer bestreitet. Andererseits aber auch, weil Christoph Frei auf und neben dem Eis eine wichtige Rolle einnimmt.

Frei, der seine ersten Gehversuche im Eishockey als Primarschüler beim HC Wohlen Freiamt unternommen hatte, spielt bereits seit vier Jahren im ersten Block der Aarauer. In dem Block also, der für die meisten Tore zuständig ist.

Als Centerspieler ist Frei so etwas wie das «Gewissen» der Aarauer Paradelinie, die vor allem in der Person von Pascal Wittwer viel Offensivdrang mitbringt. «Christoph ist mit seiner ruhigen und cleveren Spielweise für die Balance zwischen Angriff und Verteidigung zuständig. Dabei macht er nur sehr wenige Fehler, was für uns enorm wichtig ist», sagt Trainer Eric Wittwer, der die Mannschaft auch in diesem Jahr gemeinsam mit Andy Wehrli führen wird.

Ruhiger Teamplayer

Christoph Frei ist kein Spieler, der auf dem Eis auffällt. Mit einer Grösse von 1,72 Metern und seinen 75 Kilogramm ist er wahrlich kein Hüne. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb Christoph Frei dem neutralen Spielbeobachter erst auf den zweiten Blick ins Auge sticht. Der 25-Jährige ist kein Mann der grossen Worte, bezeichnet sich selbst als ruhigen Teamplayer.

Es passt ins Bild, dass er von sich selbst sagt, ab und zu einen Pass zu viel zu spielen, statt selber aufs Tor zu schiessen. Er sucht weder das Rampenlicht, noch die Aufmerksamkeit, macht sich neben dem Eis aber viele Gedanken zum Team und teilt seine Ideen und Beobachtungen dem Trainerduo mit.

«Christoph wird aufgrund seiner Art von vielen unterschätzt – auch von den Gegnern. Für uns ist er aber ein Schlüsselspieler», sagt Eric Wittwer. Die Wesenszüge von Christoph Frei, der als Assistenzcaptain amtet, haben ihm im Team der Argovia Stars den Übernamen «Professor» eingebracht.

Playoffs sind das Ziel

Frei, der in Stetten, in der Nähe von Mellingen wohnt und als Elektroinstallateur arbeitet, hat in seiner Zeit bei Aarau verschiedene Angebote von anderen 1.-Liga-Teams erhalten. Für ihn kam ein Wechsel aber nicht infrage. «Mir gefällt es in Aarau. Hier habe ich viele Kollegen, der Verein ist mir ans Herz gewachsen und der Weg in die Trainings ist nicht allzu lang», sagt er.

Ein Wechsel in eine höhere Liga würde ihn durchaus reizen. Doch auch bei diesem Thema zeigen sich seine ruhigen und pragmatischen Charakterzüge. «Es wäre sicher eine tolle Erfahrung, aber ich bin nicht der Spieler, der sich aktiv um einen Wechsel bemüht und Probetrainings bei anderen Teams absolviert in der Hoffnung, einen Vertrag zu bekommen.»

Und so wird Christoph Frei auch in dieser Saison mit den Argovia Stars auf Punktejagd gehen. Das Ziel der jungen Mannschaft ist die Teilnahme an den Playoffs. «Das ist durchaus realistisch, denn wir sind im Vergleich zum Vorjahr, als wir uns ganz knapp für die Playoffs qualifiziert haben, einen Tick besser – vor allem, was die Breite des Kaders angeht», findet Frei.

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