Suhr

Der Strom wird nicht günstiger wie versprochen – jetzt wird er sogar teurer

Trotz markanter Erhöhung: Suhr steht bei den Strompreisen immer noch gut da.

Die Mehrausgaben betragen rund 130 Franken, trotzdem bleibt der Suhrer Strom für Bezüger der TBS Strom AG im regionalen Vergleich günstig,

Vor einem Jahr hatte die TBS Strom AG ihren 5000 Kunden in Suhr voller Stolz mitgeteilt, dass sie entgegen dem allgemeinen Trend den Strompreis 2019 senken könne. Ein durchschnittlicher Haushalt werde knapp 30 Franken weniger ausgeben müssen. Jetzt sieht alles anders aus: Im nächsten Jahr muss der gleiche Haushalt mit Mehrausgaben von etwa 130 Franken rechnen. Das Plus von rund 18 Prozent ist auf die allgemeine Marktentwicklung und das Auslaufen des für Suhr vorteilhaften, dreijährigen Energieliefervertrages Ende 2019 zurückzuführen.

Es gibt einen Trost: Suhr steht bei den Strompreisen immer noch gut da. «Trotz Erhöhungen bleiben die Suhrer Strompreise im regionalen Vergleich günstig», heisst es in einer Medienmitteilung der TBS. «Im kommenden Jahr wird der Stromkonsum einen Suhrer Durchschnittshaushalt mit ca. 850 Franken belasten. Dies sind bis 120 Franken weniger als bei einem entsprechenden Haushalt in einer Nachbargemeinde.»

Wie begründet die TBS den Preissprung? «In den letzten zwei Jahren haben sich die Beschaffungspreise an der Strombörse praktisch verdoppelt.» Während einige Stromversorger bereits auf dieses Jahr hin Preiserhöhungen hätten umsetzen müssen, treffe es Suhrer erst im Jahr 2020.

Die TBS sieht auch positive Effekte der Preisentwicklung ander Strombörse: «Für die Betreiber von Schweizer Wasserkraftwerken ist sie ein Lichtstreifen am Horizont, denn sie werden trotz relativ hohen Betriebskosten wieder konkurrenzfähig.» Und: «Des Weiteren wird mit den höheren Preisen der Anreiz zum Sparen grösser.» (uhg)

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