«The Voice of Switzerland»

Die Büetzer Buebe fordern sie: So bereitet sich diese Rockabella aus Dürrenäsch auf die TV-Show vor

Hier passt ihr Stil perfekt: Einmal pro Woche arbeitet Mary als Barista im Aarauer Rockabilly-Café Luckymonkey.

Hier passt ihr Stil perfekt: Einmal pro Woche arbeitet Mary als Barista im Aarauer Rockabilly-Café Luckymonkey.

Rockabella Mary Vogel (32) aus Dürrenäsch bereitet sich auf die Battles von «The Voice of Switzerland» vor.

«Dich hat der Himmel geschickt» – das waren Trauffers Worte, da war der Applaus noch nicht einmal abgeklungen. Beflügelnde Worte. Erst recht für jemanden, der so selbstkritisch ist wie sie: Martina Vogel, genannt Mary. Die Rockabella aus Dürrenäsch. Die Bunte, Raue, aus der Zeit Gefallene. Sie hat die Juroren von «The Voice of Switzerland» aus den Socken gehauen; die Büetzer Buebe, Noah Veraguth (Pegasus) und DJ Antoine, sie alle wollten Mary in ihrem Team. Heute in einer Woche wird sich zeigen, ob Mary noch einen drauflegen kann: Am 23. März tritt sie in den Battles gegen einen Konkurrenten aus ihrem Team an.

Entschieden hat sich Mary für das Team Büetzer Buebe, für Trauffer und Gölä; nach diesem Kompliment konnte sie ja gar nicht anders. Und Mary hat mit ihnen gebüezt. Mehrere Tage lang, im Hasliberg, mit den anderen Kandidaten aus dem Team. Die 14 Sängerinnen und Sänger bekamen, aufgeteilt in Zweierteams, einen Song zugeteilt, den sie nun in den Battles präsentieren. Obwohl Konkurrenten, habe es sich nicht so angefühlt. «Wir waren alle ein Herz und eine Seele», sagt Mary.

Mary ist Frontfrau der Band «B-Shakers» aus Erlinsbach.

Mary ist Frontfrau der Band «B-Shakers» aus Erlinsbach.

Und auch der Umgang mit den Stars Trauffer und Gölä; das sei alles so entspannt gewesen, als würde man sich seit Jahren kennen. «Ich war zu Beginn wahnsinnig nervös, aber die beiden sind wie du und ich. Du merkst ihnen ihren Erfolg nicht an.» Und natürlich sei es Ehrensache gewesen für die beiden, den selbstgemalten Glücksbringer, den Mary von ihrem achtjährigen Sohn für die Blind Auditions bekommen hatte, zu signieren. «Mein Bub ist fast ausgeflippt vor Freude, er ist ein Riesenfan.»

«Trauffer und Gölä holen mich aus Komfortzone»

Welches Lied sie nächste Woche singen wird, verrät Mary nicht. «Es ist ein super Song, aber eine rechte Hausnummer.» Und kein Rockabilly; keine Reibeisenstimme, keine Gitarre. Nicht das Genre, in dem sich Mary so wohlfühlt. «Trauffer und Gölä holen mich aus meiner Komfortzone raus», sagt Mary und lacht. Für die zweieinhalb Minuten Auftritt, die über ihre Zukunft entscheiden, übt sie nun jeden Tag, mindestens 30 Minuten. Nicht nur, damit jeder Ton, jede einzelne Silbe sitzt. «Ich muss den Song verinnerlichen, ihn fühlen.» Wie schätzt sie ihre Chancen ein? «Ich kann richtig Gas geben und das werde ich auch. 2000 Prozent, mindestens. Ich will das Battle schliesslich gewinnen!»

Seit den Blind Auditions – ausgestrahlt am 17. Februar – ist nicht nur musikalisch einiges gegangen in Marys Leben. «Die ersten drei Tage nach der Ausstrahlung waren der Wahnsinn. Ich wurde mit Anrufen und Nachrichten bombardiert», sagt sie und lacht. «Ich habe das Handy lautlos stellen müssen, weil es nur noch geklingelt hat.» Das Überraschende an ihrem Erfolg: «Ich habe mich durchaus auch auf kritische Voten eingestellt; nicht allen gefällt, was ich mache», sagt Mary. Doch da kam kein Gemecker, kein Geschnöde, nichts. «Ich habe ausschliesslich positive Rückmeldungen bekommen, das ist unglaublich schön.»

Spätestens jetzt kennen sie alle im Dorf

Inzwischen hat sich das Telefon wieder beruhigt, ruhig ist es um Mary aber nicht geworden. In Dürrenäsch kennt sie inzwischen natürlich jede und jeder; kein Wunder, so gross ist das Dorf nicht. Aber auch in Aarau wird sie erkannt. Hier arbeitet Mary einmal pro Woche im Rockabilly-Café und Shop Luckymonkey an der Vorderen Vorstadt als Barista. Wobei, das mit dem Erkennen ist so eine Sache: «Die meisten gucken mich lange an, trauen sich aber nicht recht, mich anzusprechen.» Eine noch ungewohnte Situation, dieses öffentliche Interesse an ihr. Noch.

In einer Woche wird sich zeigen, ob sich Mary an diese Aufmerksamkeit gewöhnen darf. In diesen zweieinhalb Minuten, in denen sich alles entscheidet.

Hinweis: «The Voice of Switzerland», jeden Montag um 20.15 Uhr auf 3+. Marys Battle wird am 23. März ausgestrahlt.

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