Aarau

Die fleissige Suche der Stadtpräsidenten-Kandidaten nach Beachtung

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Postkarten, Twitter, Facebook, Stammtische, Podien – die beiden Kandidaten Lotty Fehlmann und Lukas Pfisterer ziehen für das Stadtpräsidium in Aarau alle Register, um sich bemerkbar zu machen.

Den Anfang gemacht hat die SP-Frau Lotty Fehlmann Stark: Die Einwohnerrätin hat gegenüber Stadtrat Lukas Pfisterer von der FDP bezüglich Bekanntheit Boden gut zu machen.

Schon im Mai stellte sie sich dem ersten von sieben Aarauer Quartieren vor und lud die Bevölkerung samstags zum Gespräch ins die Stadtbibliothek. Lukas Pfisterer hat inzwischen zwei von fünf «Stammtischen» in verschiedenen Restaurants der Stadt hinter sich.

Es ist ein harziges Bemühen um die Aufmerksamkeit der Aarauerinnen und Aarauer. Der Zulauf zu den Veranstaltungen sind auf beiden Seiten  eher dürftig: Zwischen 15 und 25 Personen finden sich jeweils ein, mehr als die Hälfte davon sind eigene Parteileute.

Nähe zur Bevölkerung

Daneben sind beide fleissig auf Facebook präsent, Pfisterer verlinkt fast täglich seine Einträge mit Twitter – zum Beispiel auf ein Foto, das ihn beim Volk an einem FC-Aarau-Match zeigt.

Lotty Fehlmann versuchte die Nähe zur Bevölkerung mit einem Glacé-Mobil herzustellen und lässt verschiedene Postkarten mit Aarauer Sujets verteilen: Die Schwäne, Zschokke neben dem Bus im Park, die «Wolke» am Bahnhof.

Auf seinen Flyern ist Pfisterer in staatsmännisch-lockerer Pose in der Altstadt zu sehen, Fehlmann wagte es auf ihrem Flyer gar hinters Steuer eines Mobility-Autos (ein Sujet, übrigens, das SP-intern zu Diskussionen geführt hat).

Doch so locker wie die beiden sich auf den Fotos geben, sind sie an ihren Auftritten nicht: Fehlmann wirkt eher angespannt und schnell in der Defensive, Pfisterer ist nicht sehr spontan und je nach Thema wenig konkret.

Es wird sich zeigen, ob sich die Mühen der beiden lohnen. Soviel ist klar: Wenn sie sich in ihrem Amt später ebenso für ihre Ziele engagieren, profitiert Aarau.

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