Beauty-Tempel

Diese Aarauer Klinik macht das Make-up überflüssig – «Schlauchbootlippen» lehnt sie aber ab

«Wir lehnen Schlauchbootlippen und starre Maskengesichter ab»: Die Fachärzte Felix Bertram (r.) und Sascha Dunst von Skinmed.

«Wir lehnen Schlauchbootlippen und starre Maskengesichter ab»: Die Fachärzte Felix Bertram (r.) und Sascha Dunst von Skinmed.

«Skinmed» will das ganze Spektrum der Schönheitspflege abdecken. Wie eine Aarauer Klinik zu einem der grössten dermatologischen Zentren der Schweiz wurde.

Doktor Felix Bertram (42) kam vor zehn Jahren von Hamburg in die Schweiz. Nach Aarau. Er gründete Skinmed – und startete damit eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Acht Fachärzte, zwanzig Angestellte, 5000 Operationen pro Jahr. «Wir haben uns zu einem der grössten dermatologischen Zentren der Schweiz entwickelt», erklärt Bertram.

Er ist nicht nur Gründer, sondern auch ärztlicher Leiter und Besitzer der Klinik. Das Zentrum für Plastische Chirurgie und Dermatologie ist 600 Quadratmeter gross, hat zwei Operationssäle und sechs Lasersysteme. In der Kartei sind die Namen von 40'000 Patienten. Jeden Tag werden etwa 180 behandelt.

Hollywood-Stars machen es vor

In 50 bis 70 Prozent der Fälle gehts um Dermatologie, um, wie Ärzte sagen, ganz normale Krankheiten. In 30 bis 50 Prozent der Fälle um das Aussehen, um Schönheit. Und in diesem Bereich wartet Felix Bertram mit einem schweizweit einzigartigen Angebot auf: der ersten «No Make-up»-Beratung.

Ziel ist ein natürliches, gesundes Erscheinungsbild des Gesichts – so wie es viele Hollywood-Stars haben, die auf einen Make-up-freien Look setzen. Aber, so erklärt Felix Bertram, die Bilder ohne Make-up seien fast immer das Ergebnis von gezielter Pflege und dermatologisch-ästhetischen Behandlungen. «Denn die wenigsten Menschen sind von Natur aus mit einem ebenmässigen Teint gesegnet.»

Dreidimensionale Fotografie

Doch wie behandeln? Für die Beratung haben der Dermatologe Felix Bertram und die Plastischen Chirurgen Sascha Dunst und Dietmar Löffler die «No Make-up»-Beratung entwickelt und eingeführt. Mithilfe ihres Wissens und mit technischen Hilfsmitteln zur Gesichts- und Hautanalyse, wie etwa dreidimensionaler Fotografie, analysieren die Fachärzte in einer 30-minütigen Beratung die Gesichts- und Hautstruktur und eruieren Behandlungsmöglichkeiten. Die Beratung hat einen Wert von 150 Franken, ist aber kostenlos.

Laut Felix Bertram ist meist eine Kombination von verschiedenen Behandlungen zielführend: «Als Basis dienen Seren, die individuelle Probleme mit wenigen, dafür höchst dosierten Wirkstoffen lösen. Beispielsweise zugunsten der Zellenergie, zur Verfeinerung vergrösserter Poren oder zur Reduktion von Pigmentflecken oder Verzuckerung der Haut.»

Je nach Alter kämen weitere Behandlungsformen hinzu wie Peeling, Laser oder Needling. «Situativ kann auch mittels Unterspritzung von Hyaluronsäure, einem körpereigener Baustein, ein Verjüngungseffekt erzielt werden.» Eine weitere Methode sei das Fadenlifting (siehe nachfolgende Box).

«30 Prozent günstiger als Zürich»

Aarau sei ein extrem gutes Pflaster für eine Schönheitsklinik, erklärt Bertram. Wegen seiner zentralen Lage zwischen Zürich, Basel und Bern. Wegen seiner Diskretion («Wir haben auch viele Prominente»). Und wegen der günstigen Kostenstruktur (Mieten etc). «Wir sind 30 Prozent billiger als Zürich», erklärt Bertram.

Wie weit gehen die Skinmed-Ärzte bei Schönheitsoperationen? «Wir lehnen Schlauchbootlippen und starre Maskengesichter ab», sagt Bertram. «Wir bremsen die Patienten bei Bedarf.» Und: «Wir wollen natürliche Ergebnisse, die man als solche nicht erkennt.» Stossrichtung: Du siehst aber gut aus heute.

Skinmed (Herzogstrassse beim Kantonsspital Aarau) will das ganze Spektrum der Schönheitspflege abdecken. Darum hat Felix Bertram auch eine eigene Kosmetiklinie («viliv») entwickelt.

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