Aarau
Diese Truppe schliesst jede Lücke im Zaun um die Rennbahn

Acht Pferderennen stehen am ersten Aarauer Turfsonntag vom 6. Mai auf dem Programm. Ausgetragen wird im Schachen erstmals der Preis der Stadt Lenzburg, ein Cross-Country über 4400 Meter.

Hermann Rauber
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Die freiwilligen Helfer sorgen für eine optimale Pferderennbahn im Schachen (von links): Beat Krähenbühl, Arnold Rohr, Rolf Blattner, Peter Moor, Urs Lüscher, Beat Berner und Peter Steinacher. hr

Die freiwilligen Helfer sorgen für eine optimale Pferderennbahn im Schachen (von links): Beat Krähenbühl, Arnold Rohr, Rolf Blattner, Peter Moor, Urs Lüscher, Beat Berner und Peter Steinacher. hr

In der kalten Jahreszeit ruht die Natur und damit auch der Betrieb auf der Aarauer Pferderennbahn. Beim Frühlingserwachen beginnt die Arbeit von Platzwart Beat Blank und seiner Truppe von Freiwilligen.

Denn am Wochenende galoppieren wieder die Rennpferde: Hauptevent ist der Grosse Preis des Kantons Aargau, ein Jagdrennen mit einer Dotation von 25 000 Franken. Damit die Bahn im Reiterstadion den hohen Anforderungen genügt, ist in diesen Tagen noch viel Fronarbeit nötig. Der Aargauische Rennverein (ARV) kann sich dabei auf eine eingespielte Truppe verlassen.

Weil Blank im Moment wegen Rückenbeschwerden ausfällt, ist Peter Moor, der ehemalige Bauchef im Vorstand des ARV als Koordinator in die Lücke gesprungen. «Die Grasbahn muss von den Spuren des Winters gereinigt, gemäht und gepflegt werden», erklärt Moor, der vom einstigen Bahnchef des ARV, Rolf Blattner, assistiert wird. Dabei geht es immerhin um 20000 Quadratmeter auf dem flachen Rundkurs und um 19000 Quadratmeter auf dem Jagdparcours in den Diagonalen.

Geputzt werden müssen zudem die Rails, der asphaltierte Teil und die Kiesflächen im Reiterstadion. Schliesslich geht man auch den Zaun rund um das Areal sorgfältig ab und schliesst allfällige Lücken. Obwohl für grossflächige Arbeiten Maschinen zur Verfügung stehen, geht es nicht ohne aufwändige Handarbeit. Zum Präparieren der Bahn gehört auch die Pflege der festen Hindernisse (Cross-Sprünge, Wall oder Teich), denn schliesslich erwarten Pferde, Reiter und das Publikum am ersten Renntag eine einwandfreie Anlage. Hilfe erhalten Moor und Blattner, beide Ehrenmitglieder des ARV, von Beat Berner, Urs Lüscher, Peter Steinacher, Arnold Rohr und Beat Krähenbühl, die im Ruhestand oder in ihrer Freizeit diese Fronarbeit gerne auf sich nehmen.

Aarewasser für weichen Grund

Bei trockenem Wetter steht auf der Aussenbahn eine fest montierte Berieselungsanlage zur Verfügung, die bis zu 50000 Liter Aarewasser verspritzen kann, darf doch die Grasnarbe für die empfindlichen Pferdebeine nicht allzu hart sein. Unmittelbar nach den Rennen müssen auch die Löcher im Geläuf geflickt werden, «ebenfalls Handarbeit», betont Peter Moor, der sich bei diesem Einsatz auf zusätzliche Kräfte aus dem Kreis des Kynologischen Vereins und des Kavallerie- und Reitvereins Aarau und Umgebung verlassen darf.

Man zweifelt deshalb keinen Moment daran, dass sich die Bahn am ersten Renntag vom 6. Mai in bestem Zustand präsentieren wird.

Lenzburg unterstützt das Rennen

Auf dem Programm stehen neben dem Mai-Preis der Traber (gesponsert von Aarauer Gewerbetreibenden) auch drei Ponyrennen und zum Finale der erstmals ausgetragene Preis der Stadt Lenzburg. Dank der Initiative von Theo Kromer (Kromer Print AG) ist es gelungen, zehn Unternehmen für die Idee zu begeistern, an einem Turfevent des Aargauischen Rennvereins in Erscheinung zu treten.

Mit dabei sind unter anderen die Firma art cigar, das Hotel Ochsen, die Realit Treuhand AG, die Hypothekarbank Lenzburg AG und die Stadt selber. Man darf sich also auf spannende Rennen unter dem Motto «Erlebnis Schachen» freuen, das am zweiten Frühlingsrenntag, am 20. Mai, seine Fortsetzung finden wird.

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