Oberentfelden

Eine Handvoll Zukunftsraum-Gegner erzwingen eine Abstimmung

Michael Wiesendanger, Hermann Rüfenacht, Dieter Ammann, Marianne Fuchs-Holliger, Roland Haldimann und Franz-Udo Fuchs (v.l.) übergaben mehr als 1000 Unterschriften an Gemeindeschreiber Dario Steinmann und Ammann Markus Bircher (4. und 3. v.r.).

Michael Wiesendanger, Hermann Rüfenacht, Dieter Ammann, Marianne Fuchs-Holliger, Roland Haldimann und Franz-Udo Fuchs (v.l.) übergaben mehr als 1000 Unterschriften an Gemeindeschreiber Dario Steinmann und Ammann Markus Bircher (4. und 3. v.r.).

Zukunftsraum-Gegner überbrachten beeindruckende Anzahl Unterschriften. Das zeigt, dass viele Menschen in Oberentfelden nicht einverstanden sind mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung. Am 13. Dezember wird abgestimmt.

Sie haben sich aus einer fast aussichtslosen Situation aufgerafft: Die Fusionsgegner brachten gegen den deutlichen Entscheid von 180 zu 92 Stimmen an der Gemeindeversammlung das Referendum zustande – mit weitaus mehr Unterschriften, als nötig gewesen wären. 1018 Stimmberechtigte unterstützen das Referendum in Oberentfelden, mehr als ein Fünftel der Stimmberechtigten. Nötig gewesen wären 480. Gestern nahmen Gemeindeammann Markus Bircher und Gemeindeschreiber Dario Steinmann vor dem Gemeindehaus die letzten Unterschriften entgegen.

«Alle sollen an der Urne abstimmen können», sagte Komiteemitglied Roland Haldimann. Die sehr hohe Anzahl Unterschriften zeige, dass viele Menschen in Oberentfelden nicht einverstanden seien mit dem Entscheid der Gemeindeversammlung – von der wegen Corona einige Personen ferngeblieben waren, so das Komitee.

Wenig Zeit um den Erfolg zu feiern

In Oberentfelden wird die Grossfusion mit Aarau und den umliegenden Gemeinden vom Gemeinderat unterstützt. Ammann Markus Bircher bezeichnete die stattliche Anzahl Referendumsunterschriften zwar als eindrücklich, überraschend sei die hohe Anteilnahme für ihn aber nicht. «Vielleicht wiederholt sich das Stimmenverhältnis der Gemeindeversammlung nun auch an der Urne, und es stimmen 2000 Personen für den Zukunftsraum», sagte er.

Für die Referendumsinitianten bleibt wenig Zeit, um ihren Erfolg zu feiern: Bis Ende Monat erwartet die Gemeindekanzlei den Text fürs Abstimmungsbüchlein, der Urnengang wird für den 13. Dezember angesetzt. Für die Aktivisten startet nun die Nein-Kampagne. «Jetzt beginnt die Arbeit wieder von vorne», sagten sie gestern. In den letzten Wochen haben sie die Möglichkeit erkämpft, beim Thema Grossfusion den Spiess ganz umzudrehen. «Wir gingen abends nach der Arbeit zwei Stunden von Tür zu Tür», erzählt Dieter Ammann. Nur wenige hätten den Referendumsbogen nicht unterschrieben.

1900 Stimmen in Aarau, jetzt sammelt Densbüren

In Aarau haben die Zukunftsraum-Gegner das Referendum mit rund 1900 Unterschriften zustandegebracht. In Densbüren, das an der Gmeind Nein zum Zukunftsraum gestimmt hat, starten die Befürworter jetzt mit dem Sammeln von mindestens 139 Unterschriften für ein Referendum. Sie haben bis zum 26. Oktober Zeit.

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