Küttigen

Fussgänger findet Pferdebein – was ist passiert?

Fussgänger findet Pferdebein

Der Beitrag von Tele M1.

In Küttigen macht ein Fussgänger einen grausigen Fund. Mitten auf einem Feld liegt ein abgetrenntes Pferdebein.

Fussgänger Daniel Eggimann geht mit seiner Hundedame Karo zwischen Küttigen und Biberstein spazieren. Auf einem Feld zieht plötzlich etwas die Aufmerksamkeit der Hündin auf sich: «Von Weitem habe ich das Gefühl gehabt es ist ein Stück Holz», erzählt Besitzer Daniel Eggimann gegenüber Tele M1. Doch als sich die Hundedame nicht von dem Objekt weg bewegen lässt, geht Eggimann näher.

Was er dort vorfindet lässt ihn schaudern: Mitten auf dem Feld liegt das abgetrennte Bein eines Huftiers. Am unteren Teil des Beins sind noch Fleisch und Fell, der obere Teil hingegen sieht abgenagt aus. Der Knochen liegt komplett frei. 

Tierarzt und Pferde-Experte Marco Hermann bestätigt im Gespräch mit Tele M1, dass es sich bei dem Tier, zu dem das abgetrennte Bein gehört, um ein Pferd handelt.  

Während der Finder Daniel Eggimann zunächst einen Wolf im Verdacht hat, der das Tier gerissen haben könnte, schliesst der Tierarzt den Wolf als Todesursache aus. Er geht davon aus, dass es sich bei dem Kadaver «ziemlich sicher oder ganz sicher» um Schlachtabfall handelt. 

Offenbar wurde der Schlachtabfall nicht richtig entsorgt, denn dieser komme normalerweise in die Kadaververwertungsstelle. Es besteht also die Möglichkeit, dass ein Wildtier sich den Kadaver geschnappt und der Wolf doch noch an dem Bein genagt hat.

Roland Klöti, Präsident des Aargauischen Jagdschutzvereins, ruft in jedem Fall dazu auf, Funde dieser Art immer zu melden: «Zunächst würde ich die lokalen Behörden, wie die Stadt oder die Gemeinde anrufen, damit sie jemanden vom technischen Dienst schicken. Sollte dieser nicht erreichbar sein, kann man die Jagdaufsicht avisieren - und wenn die nicht da ist, dann bleibt nichts als der Polizeinotruf.» (mon)

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