Oberentfelden
Gemeindeversammlung sagt Ja zur Friedhoferweiterung

Die Gemeindeversammlung von Oberentfelden hat am Donnerstagbend mit 48:33 Stimmen einen Kredit von 667 000 Franken für die Erweiterung und Umgestaltung des Friedhofs gutgeheissen.

Ueli Wild
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Der Friedhof von Oberentfelden soll erweitert werden.

Der Friedhof von Oberentfelden soll erweitert werden.

ZVG

Bei den Reihengräbern für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen wie auch beim Gemeinschaftsgrab herrscht Platznot auf dem Oberentfelder Friedhof. Unter Beizug eines Landschaftsarchitekten wurde daher ein Projekt erarbeitet, das die Probleme lösen soll. Dieses sieht auf der Ostseite Richtung Bahnhof den Abbruch der bestehenden Mauer und den Neubau einer Urnenwand mit zirka 110 Urnennischen vor. Das Gemeinschaftsgrab soll erweitert und ein einfaches Werkgebäude für die Unterbringung von Gerätschaften erstellt werden. Auf der Nordseite in Richtung Suhrer- strasse ist nebst dem Abbruch der Mauer eine Erweiterung des Friedhofgeländes geplant – bis hinein in den Garten des angrenzenden Mehrfamilienhauses, das der Gemeinde gehört. Auf diese Weise können rund 80 zusätzliche Grabstellen geschaffen werden.

Gemeindeammann Markus Werder stellte klar, ein Ja zur Kreditvorlage nicht bedeute nicht, dass die 667 000 Franken im Budget 2017 erschienen. Die Erweiterung lasse sich über einen längeren Zeitraum realisieren. Dementsprechend könne der Kredit in Etappen budgetiert werden.

Der frühere Gemeindeammann Max Gysin war zu einer ganz andern Einschätzung der Platzverhältnisse auf dem Friedhof gekommen als der Gemeinderat und die Kommission, die das Projekt erarbeitet hatte. Gysin versuchte aufzuzeigen, dass der vorhandene Platz noch für die nächsten fünf bis zehn Jahre reichen werde. Sein von Heinz Kaiser und Ruedi Matter unterstützter Antrag auf Rückweisung – mit Auftrag an den Gemeinderat, ein Projekt lediglich für eine Urnenwand auszuarbeiten –, wurde mit 48:29 Stimmen abgelehnt. Der vom Gemeinderat beantragten Kreditvorlage stimmte die Versammlung schliesslich mit 48:33 Stimmen zu.

Ja sagten die 91 anwesenden von total 4604 Stimmberechtigten auch zur Revision des Bestattungs- und Friedhofreglements. Die Ruhefrist für sämtliche Grabarten wird von 25 auf 20 Jahre reduziert. Betroffen sind von dieser Verkürzung auf das im Kanton Aargau geltende Minimum ausschliesslich Personen, die nach Inkrafttreten der Revision versterben. Bestattungen sollen künftig nicht mehr unentgeltlich sein. Die Erdbestattung auswärtiger Verstorbener ist nicht mehr möglich. Die bis jetzt von der Gemeinde übernommenen Kosten für Kremationen sollen künftig die Angehörigen tragen. Auch der Gemeindebeitrag an die Transportkosten soll entfallen. Der Aufwand des Bauamts soll neu den Angehörigen in Rechnung gestellt werden. Der Gemeinde sollen die Änderungen Mehreinnahmen von rund 50000 Franken pro Jahr bringen.

Einstimmig genehmigte die Versammlung die Verwaltungsrechnung 2015 mit einem Defizit von rund 1,5 Mio. Franken aus der operativen Tätigkeit. Der Rechenschaftsbericht wurde überaus deutlich gegen zwei Stimmen gutgeheissen. Mit grossem Mehr gegen vier Stimmen hiess die Versammlung auch die Revision der Satzung des Planungsverbandes der Region Aarau (PRA) gut, der künftig «aarau regio» heissen soll.

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