Aarau
Grossbaustelle KSA: Eine neue Heizung und ein 21-Meter-Kamin für das Kantonsspital

Für knapp 10 Millionen Franken wird beim Kantonsspital Aarau ein Neubau erstellt.

Urs Helbling
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Das Haus 32 wird abgebrochen und neu gebaut.

Das Haus 32 wird abgebrochen und neu gebaut.

Urs Helbling

Grossbaustelle Kantonsspital Aarau (KSA): In den nächsten Wochen hofft das KSA die Baubewilligung für den 563 Millionen Franken teuren Neubau (Dreiklang) zu bekommen. Wegen der 50 Einsprachen noch etwas länger dauern dürfte es, bis der Stadtrat das auf 12 Millionen Franken veranschlagte Personalparkhaus bewilligen kann. Und bereits gibt es ein neues, drittes Projekt, für das am Freitag die Auflage des Baugesuchs begann (bis am 8. Februar).

Zusammen mit der Eniwa möchte das KSA ein neues Betriebsgebäude mit Energiezentrale bauen. Kosten laut Baugesuchsmappe: 9,3 Millionen Franken. Dazu kommt ein 520'000 Franken teures Provisorium für den Werkhof: eine Zeltanlage hinter dem neuen Physiotherapie-Haus an der Tellstrasse. Das Provisorium wird während drei Jahren benötigt.

Geplant ist ein 21,1 Meter hoher Kamin

Das heutige Haus 32 steht auf der Nordseite der Tellstrasse. Es ist noch nicht so alt und dient unter anderem als Garage für den Rettungsdienst und die Betriebsfeuerwehr.

Die Aussenwände des bestehenden Untergeschosses sollen dreiseitig weitergenutzt werden. Das heisst, der künftige Neubau wird auch wieder rund 60 Meter lang. Aber höher als das bisherige Gebäude. Und es gibt einen Kamin, der 21,4 Meter hoch und das Gebäude um 6,6 Meter überragen wird.

Die drei oberirdischen Geschosse sind alle zueinander versetzt angeordnet, sehen aus wie Klötze, die nicht genau aufeinander passen. «Mit dieser Geste wird das grosse Volumen des Neubaus gebrochen», heisst es im Bericht der Architekten. Die Fassade, welche mit «sägerohen und vorvergrauten Holzbrettern» verkleidet werde, nehme Baute ihre technische und industrielle Bedeutung.

Das KSA bezieht schon seit Jahrzehnten Fernwärme von der Kehrichtverbrennungsanlage Buchs (KVA). Seit dem Januar 2017 sind die Wärmezentrale und das primäre Verteilnetz des Spitals im Besitz der Eniwa.

Die neue Energiezentrale kommt in den Keller des Infrastrukturgebäudes. Dank ihr soll die Leistungskapazität und Versorgungssicherheit erhöht werden. Zusätzlich zur KVA-Fernwärme sind zwei, später drei Gaskessel geplant. Für die Kälte sind vier, später sechs NH3-Kältemaschinen vorgesehen. Im 1. Obergeschoss gibt es Büros und Schulungsräume, ins 2. OG kommen die Notstromanlagen des Spitals. Der ganze Komplex ist für die höchste Sicherheitsstufe (lebenswichtige Infrastrukturanlage) ausgelegt.

Im Neubau, der mit den Häusern 30 und 31 den Werkhof bildet, werden nur vier Mitarbeiter ihren festen Arbeitsplatz haben. Alle anderen sind während des Tages auf dem Spitalareal unterwegs.