Der Besitzer (51), ein Schweizer aus der Region, hatte im vergangenen September sein Gepäckstück versehentlich am Bahnhofeingang stehen lassen und war mit dem Zug verreist. Der Koffer wurde damals von der Transportpolizei vor dem Eingang zum Bahnhofsgebäude aufgefunden.

Dutzende Polizisten, Feuerwehrleute, Sanitäter sowie Bombenspezialisten waren vor Ort, um die Situation zu klären. Schliesslich wurden Spezialisten vom Forensischen Institut von Kantons- und Stadtpolizei Zürich aufgeboten. Diese nahmen sich des verdächtigen Koffers an, zum Einsatz kam auch ein Bombenroboter. Der Koffer konnte letztlich ohne Sprengung sichergestellt werden.

Die Staatsanwaltschaft klärte ab, ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegen könnte – beispielsweise Schreckung der Bevölkerung. Doch der Mann hat Glück: Die Staatsanwaltschaft hat entschieden, das Verfahren nicht an die Hand zu nehmen.

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Nachdem ein Koffer eine dreistündige Sperrung vom Aarauer Bahnhof verursachte, stellt sich die Frage nach dem Schuldigen.

«Schreckung der Bevölkerung ist nur strafbar, wenn sie vorsätzlich begangen wird, also jemand die Bevölkerung mit Wissen und Willen durch Androhen oder Vorspiegeln einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum in Schrecken versetzt», sagt Sprecherin Fiona Strebel. «Die Ermittlungen haben gezeigt, dass dem Beschuldigten kein strafrechtlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden konnte, da er nicht vorsätzlich gehandelt hatte.»