Aarau

Hick-Hack im Schlussspurt vor Stadion-Entscheid – Gegner reichen Abstimmungsbeschwerde ein

Noch sechs Mal schlafen: Dann ist bekannt, ob die Aarauer Stimmbürger das Stadion wollen oder nicht. Die Nervosität sowohl bei den Gegnern als auch den Befürwortern ist gross. Man beklagt unehrliche Informationen. «Selten so etwas Demagogisches, Falsches gesehen», heisst es etwa bei den Befürwortern über den roten Flyer des «Vereins Torfeld Süd».

Die Gegner stören sich an einem Brief, den der designierte FCA-Präsident Philipp Bonorand allen Ortsbürgern geschickt hat (mit dem hellgrünen Befürworter-Logo «unsertorfeld.ch»). Sie wundern sich, woher Bonorand die Adressen hat. Und sie ärgern sich über den ersten Satz im Brief: «Die Ortsbürgergemeinde steht voll und ganz hinter dem neuen Stadtquartier mit Stadion im Torfeld Süd, weil es ein gutdurchdachtes und breitabgestütztes Projekt ist.» Die Ortsbürger befassen sich erst am 2. Dezember an ihrer Gemeindeversammlung mit dem Projekt. Dann geht es um die Genehmigung eines Kaufvertrages mit der HRS, faktisch um die Übernahme des Landes, auf dem das Stadion steht zum Preis von 6 Millionen Franken. 6 Millionen Franken haben die Ortsbürger bereits 2008 bewilligt ‑ damals à fonds perdu.

Weiter sind drei Stadion-Gegner mit dem Abstimmungsbüchlein des Stadtrates nicht einverstanden. Die Behörden würden zu wenig informieren und zu stark eine Kampagne für das Projekt führen. Die Gegner haben am Donnerstag beim Kanton eine Abstimmungsbeschwerde eingereicht. (uhg)

Meistgesehen

Artboard 1