Aaretalstrasse

Hoffnung für lärmgeplagte Anwohner

Bald sollen die Anwohner der Rohrerstrasse (l.) weniger hören vom Lärm des Autobahnzubringers.

Ruhiger Schlad

Bald sollen die Anwohner der Rohrerstrasse (l.) weniger hören vom Lärm des Autobahnzubringers.

Die lange Wartezeit auf eine Lärmschutzwand an der Aaretalstrasse (T5) in Aarau könnte bald ein Ende nehmen. Die Stadt Aarau zahlt 150 000 Franken für einen entsprechenden Bau.

Nach erneuter Prüfung verschiedener Varianten ist am Autobahnzubringer eine 3 bis 6 Meter hohe Steinkorbmauer mit einer aufgesetzten 2,4 Meter hohen Steinkorbwand als Lärmschutz geplant. Das Terrain zwischen Böschung und Mauer soll aufgefüllt werden. Der dabei entstehende Landstreifen schafft mehr Lebens- und Durchgangsraum für Kleinlebewesen.

In der Sitzung vom 27. September hat der Stadtrat beschlossen, sich
mit einem «Interessenbeitrag» von 150000 Franken am kantonalen Projekt zu beteiligen. «Wir wollen, dass es endlich vorwärtsgeht mit dem Projekt», erklärt Thomas Pfister vom Stadtbauamt Aarau.

Anwohner unterstützen Anliegen

Bereits diesen Sommer hatten die Anwohner an der Rohrerstrasse zugesichert, das Vorhaben mit 163000 Franken zu unterstützen. Dies zeigt, wie gross das Bedürfnis nach Lärmschutz ist: Obwohl Lärmschutzmassnahmen durch den Strasseneigentümer bezahlt werden müssten, beteiligen sich die Anwohnerinnen und Anwohner am Projekt für die zusätzliche ebene Hinterfüllung der Steinkorbmauer. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt hat sich mit den Liegenschaftsbesitzern darüber vertraglich geeinigt.

Mehrere Anläufe nötig

Seit Jahrzehnten sind die Bewohner an der Rohrerstrasse in Aarau hohen Verkehrslärmbelastungen durch den Autobahnzubringer ausgesetzt. Die Abteilung Tiefbau des Kantons Aargau arbeitete mehrere Varianten von Lärmschutzwänden aus. Varianten, die allesamt wieder verworfen wurden, sei es wegen zu hoher Kosten oder der Unverträglichkeit mit dem Orts- und Landschaftsbild, sei es wegen geänderter Richtlinien beim Bund. «Vor allem die Geologie bereitete uns Probleme», erklärt Hanspeter Gloor von der Sektion Lärmsanierung. «Die Kosten von über 3 Millionen für einen Abschnitt von ungefähr 200 Meter sind viel zu hoch. Dies war mit den Strassenlärm-Grundsätzen des Bundes nicht vereinbar.»

Aarauer Parzelle für Kanton?

Die Lärmschutzwand würde mit Ausnahme einer städtischen Parzelle auf privaten Grund zu stehen kommen. Der Stadtrat könnte sich vorstellen, das Landstück unentgeltlich an den Kanton abzutreten, sofern dieser die Unterhaltsarbeiten am Vernetzungsstreifen übernimmt. Gemäss Gloor soll dies nun geprüft werden.

Wohl im ersten Quartal 2011 folgt die öffentliche Auflage des Projektes, je nach Einsprachen ist der Baubeginn auf Anfang 2012 vorgesehen. Einmal mehr besteht also Hoffnung auf ruhigere Zeiten für die Anwohner der Rohrerstrasse.

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