Erlinsbach (SO)

Junge SP-Gemeinderätin ging Knall auf Fall – was nun?

Jennifer Reinhardt. (Archivbild)

Nach dem sofortigen Rücktritt von Jennifer Reinhardt in Erlinsbach SO hat die Partei ein Problem bei der Regelung der Nachfolge von Jennifer Reinhardt.

Jennifer Reinhardt (29, SP) ist aus dem Erlinsbacher Gemeinderat zurückgetreten – und zwar mit sofortiger Wirkung. Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, seien persönliche und berufliche Gründe ausschlaggebend gewesen. Die Aufgaben in ihrem Ressort Jugend, Soziales und Alter werden von anderen Gemeinderäten übernommen, schreibt die Gemeinde.

Reinhardt war im Frühling 2017 gewählt worden, als die SP mit einem Zweierticket – der andere Kandidat war Poststellenleiter Willi Stadler – gleich zweifach den Sprung zurück in den Gemeinderat schaffte. Reinhardt war früher SP-Co-Präsidentin in ihrer Heimatgemeinde Heimberg BE.

Wie die Gemeinde jetzt weiter schreibt, werde die Nachfolge von Jennifer Reinhardt nun «von der Sozialdemokratischen Partei geregelt». In Aargauer Ohren mag das seltsam klingen – in den Solothurner Gemeinden gilt aber auch beim Gemeinderat ein Proporzwahlsystem mit Listenwahlen, wie etwa bei Einwohnerräten. Das heisst: Bei einem Rücktritt rutscht der nächste von der Liste nach.

Die SP war in Erlinsbach SO allerdings nur mit einer Zweierliste angetreten. Was nun? Im Dorf hat man sich nun darauf geeinigt, dass die Sozialdemokraten noch etwa zwei Wochen Zeit haben, um jemanden zu portieren. Finden sie niemanden, werden Gespräche mit den anderen Parteien geführt.

Derzeit hat die SP zwei Sitze im Gemeinderat von Erlinsbach SO, die SVP, CVP und FDP je einen. (nro)

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