Suhr
Kanton will im ehemaligen Schwesternhaus 45 weitere Asylsuchende unterbringen

Seit August wird das ehemalige Schwesternhaus an der Südallee 22 in Suhr als Asylunterkunft für rund 70 Asylsuchende genutzt. Nun sollen drei weitere Stockwerke als Unterkunft dienen.

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Asylsuchende im Schwesternhaus
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Das ehemalige Schwesternhaus an der Südallee 22 in Aarau beherbergt zurzeit 70 Asylsuchende.
Im ehemaligen Schwesternhaus des Kantonsspitals Aarau sind Mitte 2013 alleinstehende Frauen und Frauen mit Kindern eingezogen.
Die Kinder haben ihre farbigen Zeichnungen an die Wand geklebt (Archivbild vom Oktober 2013)
Eyoel mit seiner roten Plastikgitarre (Archivbild vom Oktober 2013)
In drei weiteren Geschossen sollen die 45 zusätzlichen Asylsuchenden untergebracht werden.
In den drei Spielzimmern geht es jeweils hoch zu und her. (Archivbild vom Oktober 2013)
Nachbarn haben Kleider für die Kinder abgegeben. (Archivbild vom Oktober 2013)

Asylsuchende im Schwesternhaus

Annika Bütschi

Die Situation bei der Unterbringung von Asylsuchenden ist im Kanton Aargau nach wie vor angespannt. Zwar werden dem Aargau weniger Asylsuchende zugewiesen, die Zahl der Personen in den Unterkünften ist allerdings nicht zurückgegangen.

Der Kantonale Sozialdienst (KSD) nimmt deshalb im Frühling 2014 drei weitere Stockwerke des ehemaligen Schwesternhauses an der Südallee 22 in Suhr in Betrieb. Das teilt das Departement Gesundheit und Soziales heute Donnerstag mit.

Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), sieht Handlungsbedarf: Sie hat die Paritätische Kommission Kanton-Gemeinden im Asylwesen einberufen. Kanton und Gemeinden sollen die Unterbringungsprobleme «gemeinsam und solidarisch» lösen. Dies nicht zuletzt, weil der Kanton einen Zustrum an syrischen Flüchtlingen erwarte, so das DGS.

Vereinfachtes Baugesuchverfahren

Der Gemeinderat Suhr habe «unter Bedingungen» zugestimmt, dass 45 weitere Asylsuchende im ehemaligen Schwesternhaus untergebracht werden. Ein Baugesuch für Brandschutzmassnahmen in den Stockwerken 4 bis 6 liegt zurzeit öffentlich auf. Es stammt von der höheren Fachschule Gesundheit und Soziales (HFGS), die Hauptnutzerin des Gebäudes ist.

Der KSD betreibt im ehemaligen Schwesternhaus seit August 2013 eine Asylunterkunft. Untergebracht sind derzeit rund 70 Asylsuchende; dabei handelt es sich insbesondere um Frauen und Kinder und «verletzliche Personen, welche die Nähe zum Kantonsspital Aarau brauchen, sowie um unbegleitete Minderjährige», so das DGS.

Ab Ende April bis Anfang Mai 2014 sollen in den drei zusätzlichen Geschossen rund 45 weitere Asylsuchende untergebracht werden. An der Zusammensetzung der untergebrachten Gruppen wird sich dabei nichts ändern. Die Asylunterkunft ist bis zum Beginn der Bauarbeiten, die im Zusammenhang mit der Sanierung und Erweiterung der HFGS stehen, befristet.

Laut Kanton gab es beim Betrieb der Asylunterkunft im ehemaligen Schwesternhaus in den letzten Monaten keine Probleme. Der Betrieb von Schule und Asylunterkunft sei ohne Störungen verlaufen, dank verschiedener organisatorischer und baulicher Massnahmen.