Aarau

Knapp 40 Kleinbetriebe haben Geld von der Stadt erhalten

Gespenstische Ruhe: Uniformierte sorgen dafür, dass sich nicht mehr als fünf Personen ansammeln.

In der Hinteren Vorstadt ist normalerweise viel los - nicht aber während der Coronakrise.

Gespenstische Ruhe: Uniformierte sorgen dafür, dass sich nicht mehr als fünf Personen ansammeln.

Der Aarauer Stadtrat hat 1,5 Mio. Franken bereitgestellt. Einheimische Kleinbetriebe können Kredite von bis zu 15'000 Franken beantragen. Ein Drittel des Geldes ist nun ausbezahlt.

Die Stadt Aarau hat einen Topf mit 1,5 Mio. Franken bereitgestellt, aus welchem für einheimische Kleinunternehmen Kredite gesprochen werden können. Laut Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker seien bisher 39 Anträge eingegangen, rund 520000 Franken wurden ausbezahlt. «An Lädelibesitzer, Gastronomen oder auch Physiotherapeuten, die keine Klienten mehr haben», präzisiert Hilfiker. Etwa zwei Drittel der knapp 40 Kreditnehmer habe den Maximalbeitrag von 15'000 Franken beantragt. «Man merkt aber schon: Die Leute überlegen sich eingehend, ob sie wirklich einen Kredit aufnehmen wollen, den sie ja irgendwann zurückzahlen müssen.» Die Stadt hat den sogenannten Rangrücktritt erklärt, was bedeutet, dass der Kreditnehmer nicht gleich Konkurs anmelden muss, wenn die Bilanz in Schieflage gerät.

Derzeit sind keine weiteren Gesuche pendent. Der Stadtpräsident rechnet damit, dass – sollten die Massnahmen des Bundes über den 26. April hinaus verlängert werden – weitere eintreffen. Das hänge auch noch davon ab, welche Gelder der Bund und der Kanton ihrerseits zur Verfügung stellen. «Es ist ein Problem, dass derzeit niemand weiss, wie es weitergeht», sagt Hilfiker. «Die Gefahr ist gross, dass wir ein eine grosse Rezession oder sogar Depression rutschen. Deshalb wäre ein Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown jetzt dringend nötig, damit zumindest eine Perspektive besteht.»

Hilfiker zeigt sich überdies froh, dass weder in den städtischen Altersheimen noch beim Verwaltungspersonal ein Corona-Fall aufgetaucht ist. Die Verwaltung funktioniere auch jetzt gut – dank 200 Home-Office-Arbeitsplätzen: «Vor zwei Jahren hätten wir ein Problem gehabt. Aber in letzter Zeit haben wir viel in die Digitalisierung und die IT-Infrastruktur investiert, das lohnt sich jetzt.»

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