Kölliken
Endlich in Farbe: Die ehemalige Sondermülldeponie ist bald kein weisser Fleck auf mehr auf dem Zonenplan

Mehrere Eingaben wurden während des Mitwirkungsverfahrens zur Teilrevision gemacht. Viel verändert hat sich aber an der Zonierung des Areals der ehemaligen Deponie aber nicht.

Flurina Dünki
Drucken
Teilen
Die ehemalige Sondermülldeponie ist bald definitiv in Zonen unterteilt.

Die ehemalige Sondermülldeponie ist bald definitiv in Zonen unterteilt.

Flurina Dünki

Köllikens weisse Fläche im Zonenplan ist nun endlich farbig – zumindest in der Teilrevision Nutzungsplanung Kulturland hinsichtlich des Areals der ehemaligen Sondermülldeponie (SMDK). Diese liegt noch bis zum Montag, 26. April, öffentlich auf.

Die wichtigsten Ziele sind bereits aus der Mitwirkung bekannt: möglichst bald soll eine Hangstabilität erreicht werden (hierzu wurde ein Ingenieurbüro eingesetzt) und die neuen Landwirtschaftsflächen sollen genutzt werden können. Auch die Erhaltung des Amphibienlaichgebiets von nationaler Bedeutung im Osten (das von der aufgefüllten Tongrube umgeben ist) ist ein wichtiges Thema.

Zonen ändern sich nach der Mitwirkung nicht

Wie der beiliegende Planungsbericht besagt, ergab die Mitwirkung keine Änderung für die Teilrevisionsvorlage. Zwar wurden sowohl Eingaben für eine Vergrösserung wie auch eine Reduktion der Landwirtschaftszone gemacht, doch geändert wird nichts. So bleiben die Zonen, wie die horizontale Fläche im oben gelegenen Teil der ehemaligen Deponie, nach wie vor in der Landwirtschaftszone (5 Hektaren). Auf dem ganzen Areal sind insgesamt 5,6 Hektaren Landwirtschaftszone vorgesehen, davon sind 3,3 Hektaren Fruchtfolgefläche.

Im unterhalb liegenden Stück ist Magerwiese vorgesehen (1,4 Hektaren). Insgesamt sind 1,6 Hektaren Magerwiese vorgesehen. Dazu kommen 4300 Quadratmeter Wald und 6500 Quadratmeter Naturschutzzone, wo das Biotop ist. Insgesamt wird es knapp 1,5 Hektaren Naturschutzgebiet geben. Vor der Gesamtsanierung der Deponie waren es 0,74 Hektaren. Eine der Waldflächen wird noch nicht aufgeforstet – sie dient als Ausgleichsfläche, wenn in Kölliken dereinst Wald gerodet werden sollte.

Viele Eingaben betreffen nicht die Teilrevision

Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens wurden Eingaben gemacht, die bereits die Ausgestaltung der Naturschutzflächen betreffen. Denn die Teiländerung schafft lediglich die Grundvoraussetzungen für die künftige Nutzung. So gab es im Mitwirkungsverfahren etwa auch eine Eingabe, die Magerwiese mit weniger Neigung zu erstellen. Eine andere Eingabe verlangte, eine gute Vernetzung (etwa für Frösche) zu erstellen. Eine andere Eingabe schlug bereits konkrete Massnahmen zur Hangsicherung in Form von einer Bruchsteinmauer vor. Solche Anträge, sagt der Planungsbericht, «sollen im Hinblick auf das definitive Baugesuch zur Endgestaltung abgeklärt werden.»

Pro Natura kämpft für die Regeneration des Amphibienschutzgebietes im Osten des Areals. Sie taten das auch im Rahmen der Mitwirkung zur Teilrevision. Die Holzmattgrube, die das Biotop umgibt, liegt auf ehemaligen SMDK-Gebiet. Es wird jetzt noch von der Drainageleitung gespeist, nach den Wiederauffüllarbeiten wird die aber abgebaut. So ist die Wasserversorgung ungewiss, denn natürlichen Gewässerraum gibt es in der Umgebung nicht.

Kanton muss eine Lösung für das Biotop suchen

Die ursprüngliche Absicht der Planer, das Amphibienlaichgebiet woanders hin zu verlegen, wird nicht umgesetzt, da es sich als zu aufwendig herausgestellt hat. Das Biotop bleibt also, wo es ist, die künftige Wasserversorgung bleibt aber noch ungelöst. Sein Unterhalt liegt nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde oder der SMDK. Als nationales Schutzgebiet ist der Kanton für die Ausarbeitung eines Konzepts der Wasserzufuhr zuständig, so der Planungsbericht.

Geht keine Beschwerde gegen die Teilrevision ein, dann wird an einer der nächsten Gemeindeversammlungen die Genehmigung beantragt. Dann muss sie noch vom Regierungsrat genehmigt werden.

Aktuelle Nachrichten