Aarau

LAP mit Höchstnote abgeschlossen: Fachmann Unterhalt der «Zeka» brilliert trotz Corona

Joel Vismara hat beim Zeka Zentrum für körperbehinderte Kinder in Aarau gelernt.

Joel Vismara hat beim Zeka Zentrum für körperbehinderte Kinder in Aarau gelernt.

Der Beste unter den Vielseitigen: Joel Vismara aus Aarau hat seine Lehre zum Fachmann Unterhalt beim «Zeka» mit einer glatten Note 6 abgeschlossen. Der 24-Jährige absolviert somit bereits seine zweite Lehre erfolgreich. Nach dem Abschluss der Ausbildung hat er grosse Pläne.

«Anfangs können die vielen Korridore ein wenig verwirrend sein», erklärt Joel Vismara bei der Führung durch das zeka Zentrum für körperbehinderte Kinder Aarau. Der 24-Jährige kennt die verschiedenen Trakte auf dem Gelände gut: Während rund zweier Jahre hat er hier seine Ausbildung als Fachmann Unterhalt absolviert und vor kurzem mit der Höchstnote von 6,0 abgeschlossen.

Es sei die Vielseitigkeit, die ihm an seinem Beruf so gut gefalle, erklärt Vismara: «Ich habe letztens gelesen, dass man als Fachmann Betriebsunterhalt verschiedene Kompetenzen aus 16 verschiedenen Berufen lernt – unter anderem vom Sanitär, Gärtner, Schreiner und Elektriker. Genau das gefällt mir so gut an dem Beruf.»

Am liebsten erledigt er Reparaturen

Einen vorhersehbaren Tages­ablauf hat Vismara bei seiner Arbeit nicht. «Es gibt schon Arbeiten, die sich periodisch wiederholen. So kontrolliere ich zum Beispiel jeden Morgen den Druck der Heizung, reinige die Toiletten, sehe im Hof nach dem Rechten. Derzeit desinfiziere ich zudem jeden Morgen jede Türklinke in den Gebäuden», erklärt er.

Einen Teil des Tages verbringt der 24-Jährige damit, die sogenannten Tickets abzuarbeiten, welche von Lehrpersonen und anderen Mitarbeitenden erstellt wurden. «Wenn es ein Problem gibt, wird ein Ticket mit dem Beschrieb und Ort ausgefüllt, mein Chef teilt die verschiedenen Aufgaben dann zu», so Vismara. Am Liebsten erledigt der Aarauer Reparaturen oder kleinere Schreinerarbeiten. Aber auch dem Gärtnern ist er nicht abgeneigt.

Die Ausbildung als Fachmann Betriebsunterhalt ist für Joel Vismara eine Zweitausbildung. «Ich bin gelernter Koch und habe auch einige Jahre auf dem Beruf gearbeitet», sagt er. Es sei ihm wie vielen Köchen gegangen: «Der Job war teilweise sehr stressig, vor allem, als ich in einem À-la-Carte-Restaurant gearbeitet habe», erklärt er. Vismara entschied sich, sich beruflich umzuorientieren. «Ich habe nach dem Militär zum Zivildienst gewechselt und einen Teil davon bei der Zeka absolviert. Ich hatte dort eine sehr gute Zeit und mich darum dazu entschlossen, mich für die Ausbildung zu bewerben.»

Nach der ersten Lehre beruflich umorientiert

Da er bereits eine Ausbildung absolviert hatte, konnte Joel Vismara die Ausbildung in zwei anstatt drei Jahren absolvieren. Das letzte Semester – Coronabedingt – online. Nach dem Abschluss der Ausbildung zieht es den Absolventen weiter.

«Ich trete eine neue Stelle in der Schule Hunzenschwil an», sagt er. Bereits im nächsten Sommer möchte er zudem die Weiterbildung zum Hauswart mit eidgenössischem Fachausweis beginnen, die rund zwei Jahre dauert. Gut möglich, dass auch dies nicht die letzte Weiterbildung für den Aarauer ist: «Ich möchte in meinem Leben noch viel erreichen», sagt Vismara.

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