Aarau

Löste das Kiffen die Schizophrenie des Grosi-Mörders aus?

Der 27-jährige Täter war ein Kiffer - rechts die Spurensicherung vor dem Haus des Opfers. (Symbolbild)

Der 27-jährige Täter war ein Kiffer - rechts die Spurensicherung vor dem Haus des Opfers. (Symbolbild)

Der 27-Jährige, der im Januar seine Grossmutter erstochen hat, leidet an Schizophrenie. Eine Expertin hält es für möglich, dass sein Cannabis-Konsum seine psychische Erkrankung ausgelöst hat. Ausserdem würden Schizophrene oft sehr emotional handeln.

Der Grosi-Mörder Michael B. ist überzeugt, dass das Kiffen seine Schizophrenie ausgelöst hat. Das berichtet Tele M1 mit Verweis auf seinen Bekanntenkreis.

Das kann durchaus sein. «Cannabis kann zu einer Schizophrenie-Erkrankung führen», sagt zumindest Psychiaterin Ursula Davatz, eine Expertin für Schizophrenie-Erkrankungen. «Und ich kenne auch viele Jugendliche, die jahrelang Cannabis konsumiert haben und schlussendlich schizophren geworden sind.»

Michael B. gesteht den Mord an seiner Grossmutter

Michael B. gesteht den Mord an seiner Grossmutter

Der 27-jährige Michael B. hatte am 14. Januar in einem Einfamilienhaus in einem ruhigen Aarauer Quartier seine 81-jährige Grossmutter mit mehreren Messerstichen umgebracht. Am Donnerstag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass er die Tat gestanden hat. Hinter dem Motiv steht dagegen noch immer ein grosses Fragezeichen.

Laut Ursula Davatz handeln schizophrene Personen häufig sehr emotional und würden sich nicht mehr unter Kontrolle haben. Bei zusätzlichem Drogenkonsum sinkt die Hemmschwelle weiter.

Wegen seiner psychischen Krankheit stellt sich die Frage, ob Michael B. überhaupt schuldfähig ist. «Man wird einen Psychiater beauftragen, sich mit der Schuldfähigkeit zu befassen», sagt Elisabeth Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft Aargau, zu Tele M1. Das Gericht wird schliesslich bei der Verhandlung entscheiden, ob die Schuldfähigkeit beim Michael B. gegeben ist - und falls ja in welchem Umfang.

Zurzeit sitzt Michael B. in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hat er ein «akribisches Geständnis» abgelegt. (pz)

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