Aarau

Lukas Pfisterer will Stadtammann von Aarau werden

Lukas Pfisterer (FDP)

Lukas Pfisterer (FDP)

Nun ist es offiziell: Stadtrat Lukas Pfisterer kandidiert im Herbst als Stadtammann und will den Sitz von Marcel Guignard für die FDP verteidigen. Als Stadtratskandidat schlägt der FDP-Vorstand Einwohnerrat Hanspeter Hilfiker vor.

Nun ist es offiziell: Stadtrat Lukas Pfisterer kandidiert im Herbst als Stadtammann und will den Sitz von Marcel Guignard für die FDP verteidigen. Als Stadtratskandidat schlägt der FDP-Vorstand Einwohnerrat Hanspeter Hilfiker vor. Die Nominationsversammlung der FDP findet am 7. März im Gemeinschaftszentrum Telli statt. Dass die Kandidaturen dann infrage gestellt werden, ist kaum zu erwarten. Der Parteivorstand mit Präsident Rainer Lüscher betont, dass «eine umfangreiche Analyse des Kandidatenfeldes» stattgefunden habe und es für den Vorstand klar sei, dass Pfisterer der richtige Nachfolger von Marcel Guignard sei.

«In den letzten Wochen und Monaten bin ich von vielen Personen auf eine mögliche Kandidatur als Stadtammann angesprochen, aber auch dazu ermuntert worden», sagt Lukas Pfisterer. Zudem sei er auf Anhieb in den Grossen Rat gewählt worden, und zwar von Wählerinnen und Wählern aus allen politischen Himmelsrichtungen. «Dies», so Pfisterer, «ist für mich Bestätigung, dass ich auf eine breite Wählerbasis bauen darf.» Lukas Pfisterer arbeitet seit acht Jahren im Stadtrat mit. Er betreut das Ressort Bildung. Vorher war er während dreier Jahre Einwohnerrat. Von Beruf ist er Rechtsanwalt, der sich unter anderem auch mit Fragen der Raumplanung und des Gemeinderechts befasst.

Über Parteigrenzen hinweg

Er sei sich bewusst, dass Aarau zurzeit in einer einigermassen schwierigen politischen Situation stecke, sagt Pfisterer. Also gehe es erst recht darum, über parteipolitische Grenzen hinweg lösungsorientiert zu arbeiten. Pfisterer betont aber auch, dass Aarau eine sehr attraktive Stadt sei - mit einer aufgestellten Bevölkerung und einer starken Wirtschaft. Pfisterer ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder.

Hanspeter Hilfiker wird der Parteiversammlung als Stadtratskandidat vorgeschlagen. Der Präsident der FDP-Fraktion ist seit zehn Jahren Einwohnerrat. Als Betriebswirtschafter und Mitglied der Geschäftsleitung einer Rückversicherung bringe Hanspeter Hilfiker wichtige berufliche Erfahrung für das Exekutivamt mit, ist der Parteivorstand überzeugt.

Hilfiker hat bereits 2009 für den Stadtrat kandidiert. Vor der Fusion mit Rohr stand ihm damals SVP-Frau Regina Jäggi, ehemalige Frau Gemeindeammann von Rohr, vor der Sonne. Hilfiker schaffte zwar das absolute Mehr, schied aber als überzähliger Kandidat aus. «Ich habe deswegen nicht unter Depressionen gelitten», meint Hilfiker heute und ist zuversichtlich, die Wahl im zweiten Anlauf zu schaffen. Hilfiker ist in Buchs aufgewachsen und wohnt seit 1996 in Aarau.

In den nächsten Jahren gehe es darum, die Einnahmen und Ausgaben der Stadt ins Gleichgewicht zu bringen, sagt Hanspeter Hilfiker. Dass dies mit den Projekten Stabilo 1 und 2 gelingen könne, dazu habe auch das Parlament viel beigetragen.

Auch wenn die Nominationsversammlung der FDP, welche die Kandidaturen bestätigen muss, noch aussteht, ist der Wahlkampf in Aarau lanciert. Gewählt wird in acht Monaten am 22. September.

SVP entscheidet noch, SP startklar

Die SVP hat ihre Stadtratskandidatinnen noch vor Weihnachten präsentiert. Ob von den beiden Kandidatinnen Regina Jäggi (bisher) und Susanne Heuberger auch eine für das Amt des Stadtammanns kandidiert, darüber schweigt sich die SVP noch aus. Ihre Mitgliederversammlung findet am 15. Februar statt.

Die SP hat bereits definitiv nominiert (az vom 23.1.). Lotty Fehlmann Stark möchte auch Stadtpräsidentin werden. Die 48-Jährige sagt, trotz der Enttäuschung für die SP nach den Nationalratswahlen 2007 habe sie gemerkt: «Ich mache es eben trotzdem gerne. Und das Lokale ist mein Feld. Da wo man die Leute kennt und noch anständig miteinander umgeht.» Dass sie fürs Stadtammannamt zur Verfügung stehe, habe sie ihrer Partei im Sommer mitgeteilt. «Die Kandidatur war der richtige Entscheid, ich stehe gerne hin», sagt sie.

Fehlmann Stark arbeitet beim Kanton. Diese Stelle würde sie auf geben - oder als Stadträtin eine andere Funktion suchen: «Mit dem jetzigen Pensum ginge es nicht.» Eine Wiederwahl als Stadträtin strebt Jolanda Urech an. Noch im Dezember hat Beat Blattner (SP), seit 1996 Mitglied der Aarauer Exekutive, bekannt gemacht, dass er auf eine weitere Kandidatur verzichten werde.

Der CVP-Vorstand wird Mitte Februar seine Kandidaturen bekannt geben und im März zur Nominationsversammlung einladen. Für die CVP ist Carlo Mettauer im Stadtrat. Ebenso verhält es sich bei der Partei von Stadtrat Michael Ganz, Pro Aarau, welche die offizielle Kandidatur Anfang März bekannt machen will.

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