Bilanz
Markante Zunahme von Betrugsversuchen: Was die Polizei über die Festtage beschäftigte

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Blick in die kantonale Notrufzentrale.

Blick in die kantonale Notrufzentrale.

Alex Spichale

«Die Festtage verliefen für die Stadtpolizei Aarau ruhig.» So lautet die Bilanz des Leiters der Abteilung Sicherheit, Daniel Ringier. «Es gab in vergangenen Jahren auch schon mehr zu tun.» Vom 24. Dezember bis zum 3. Januar musste die Stadtpolizei wegen fünf Fällen von Ruhestörung – zu laute Musik oder unnötiges Herumschreien – tätig werden. Insgesamt sechs Mal hatte sie es mit angetrunkenen Personen zu tun. «Diese waren jeweils mehr oder weniger mühsam. Das sind wir uns jedoch gewohnt», so Ringier. «Zudem erfolgten insgesamt fünf Hilfeleistungen für kranke oder invalide Personen, welche Support benötigten – zum Beispiel, um nach einem Sturz wieder ins Bett zu kommen.»

Über die Festtage wurde die Stadtpolizei Aarau zu einem Fall von häuslicher Gewalt gerufen. Das klingt nach wenig in Anbetracht des Shutdowns. Und auch mit Blick auf den gesamten Kanton lässt sich kein Anstieg feststellen: Es sei im Vergleich zu 2019 «eher ruhig» gewesen, sagt Kantonspolizeisprecherin Aline Rey. Der Jahreswechsel war diesbezüglich dann «eher etwas turbulenter», wobei sich hier die Zahlen im Rahmen des Vorjahres bewegen.

Was die vor den Weihnachtstagen verfügten Coronamassnahmen angeht, so scheint die Akzeptanz gut zu sein. Zwar gab es zahlreiche Meldungen wegen unerlaubt geöffneter Shops oder zu vielen Leuten im Laden, aber bis auf eine Ausnahme waren gemäss Rey alle Kontrollen negativ.

Zu verzeichnen ist eine markante Zunahme von Betrugsversuchen, bei denen sich Betrüger als Polizisten ausgeben, so die Kapo-Sprecherin. «Vermutlich hat die unbekannte Täterschaft die Gunst der Stunde ausgenützt und die zu Hause Gebliebenen belästigt.» (nro)