Aarau

Mehr Mitbestimmung: Braucht es dafür eine Jugendkommission?

Ein Anliegen ist der Arbeitsgruppe, dass das Jugendkulturhaus Flösserplatz und der Jugendtreff Wenk enger zusammenarbeiten.

Ein Anliegen ist der Arbeitsgruppe, dass das Jugendkulturhaus Flösserplatz und der Jugendtreff Wenk enger zusammenarbeiten.

Die Aarauer Arbeitsgruppe Jugend & Kultur fordert vom Stadtrat, dass dieser im Zuge der derzeit laufenden Überarbeitung des Jugendkonzepts eine Jugendkommission ins Leben rufen solle. Damit soll die Mitbestimmung der Jugendlichen in der Stadt erhöht werden.

Ziel der Aarauer Arbeitsgruppe Jugend & Kultur ist, «dass die Jugendlichen direkt über die Angebote für Jugendliche diskutieren und Einfluss nehmen können».

Ein Anliegen ist der Arbeitsgruppe, dass das Jugendkulturhaus Flösserplatz und der Jugendtreff Wenk enger zusammenarbeiten. «Heute ist es vielfach so, dass sich die im Wenk aktiven Jugendlichen nach Beginn der Berufslehre kaum mehr engagieren, während sie eigentlich im Jugendkulturhaus Flösserplatz ihre Kreativität weiter ausleben können», heisst es in ihrer Stellungnahme.

Weiter möchte die Arbeitsgruppe, dass der Stadtrat regelmässige Befragungen bei Jugendlichen durchführt, um über deren Bedürfnisse Bescheid zu wissen. Für das Jugendkulturhaus Flösserplatz wünscht sie sich, dass es erstens mehr niederschwellige Angebote unter der Woche gibt und dass zweitens von Jugendlichen (mit-)organisierte Anlässe gefördert werden. Diese Möglichkeit sei heute einerseits noch zu wenig bekannt, zweitens fehle es an einer Defizitgarantie für unerfahrene Veranstalter, heisst es im Brief, den die Arbeitsgruppe Jugend & Kultur an den Stadtrat geschickt hat.

Auch fordert die Arbeitsgruppe, dass Jugend- und Kulturarbeit «an mindestens zwei fixen Standorten» stattfindet, es zusätzlich aber auch kleinere, dezentrale Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche gibt. Zudem soll die Stadt Aarau wieder einen Ausbildungsplatz im Bereich Soziale Arbeit anbieten sowie die sogenannt aufsuchende Jugendarbeit ausbauen.

Der Arbeitsgruppe Jugend & Kultur gehören acht junge und jung gebliebene Aarauerinnen und Aarauer an – darunter amtierende Einwohnerratsmitglieder – , vorab aus dem links-grünen Lager. Mit dabei sind etwa Silvia Dell’Aquila (vormals SP), Nicola Müller (SP), Itamar Piller (Grüne) und Leona Klopfenstein (SP). (NRO)

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