Kommentar

Nach dem Nein von Suhr zum Zukunftsraum Aarau: Es ist faktisch der Todesstoss

Urs Helbling
Für den Zukunftsraum Aarau ist das Nein von Suhr faktisch der Todesstoss.

Für den Zukunftsraum Aarau ist das Nein von Suhr faktisch der Todesstoss.

Natürlich ist eine Fusion mit den beiden Entfelden noch möglich. Und selbstverständlich wäre ein Zusammengehen nur von Aarau und Unterentfelden auch nicht nichts. Aber die Vision der neuen Kantonshauptstadt, der elftgrössten Stadt der Schweiz, ist seit Sonntag tot. Die jahrelange Arbeit war zwar nicht ganz vergebens – aber sie hat nicht zum Ziel geführt.

Es ist der Polit-Elite nicht gelungen, den Stimmbürgern in der Schlüsselgemeinde Suhr zu erklären, weshalb sie fusionieren sollten. Weshalb sie ohne grosse finanzielle Not und ohne grosse Probleme bei der Besetzung der Polit-Ämter die Selbstständigkeit aufgeben sollten.

Dem Zukunftsraum hat nicht nur in Suhr ein steifer Wind entgegengeblasen. Densbüren hat ihn vorletzte Woche an der Gmeind abgelehnt. In Oberentfelden und in Aarau laufen die Unterschriftensammlungen für Referenden überraschend gut.

Und von Unterentfelden, das am 18. Oktober an der Urne abstimmen wird, weiss man nur, dass die Lager der Befürworter und der Gegner vor drei Jahren sehr ausgeglichen waren (53 zu 47% bei Referendumsabstimmung).

Die Abstimmungen über den Zukunftsraum sind für die Agglomeration Aarau und die Kantonshauptstadt viel wichtiger, als es etwa die Urnengänge über das Stadion waren. Insofern erleben wir historische Tage. Zumindest in Suhr war die Bereitschaft, einen Aufbruch zu wagen, nicht gross.

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Urs Helbling

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