«Wir haben eine hervorragende Nachfolgelösung gefunden», erklärt «Camino»-Wirt Othmar Gruber (66). Zwei Männer, die das Aarauer Lokal bestens kennen, haben den Betrieb gekauft und starten am Montag 1. April. «Sie übernehmen das ‹Camino› 1 zu 1. Gleiches Konzept, gleiche Küche, gleiches Engagement.» Mit sie meint Gruber zwei Gastronomen mit dem «Camino»-Stallgeruch. Der Mann (50), der von den Gästen «Sanjeev» genannt wird, stammt aus Mauritius, arbeitet seit 17 Jahren im Lokal an der Pelzgasse. Und sein künftiger Geschäftspartner (28) gibt ein Comeback: «Nikson» hat im «Camino» Koch gelernt und sieben Jahre bei Othmar Gruber gearbeitet – zuletzt im Service. Der Übergang erfolgt Ende März nahtlos – ohne einen einzigen zusätzlichen Ruhetag.

Othmar Gruber hat 15,5 Jahre im «Camino» gewirtet. Er war zehn Jahre lang Präsident der losen Vereinigung der Aarauer Altstadtwirte (bis vor drei Jahren). Und jetzt? «Ich freue mich enorm, dass das ‹Camino› in gute Hände kommt. Und dass ich mein Rentnerdasein erleben darf», erklärt Gruber. Er werde sich verstärkt seinem neuen Hobby Segeln widmen.

Gruber bedankt sich bei den Gästen und Freunden für die jahrelange Treue. Und der exzentrische Wirt wäre nicht er, wenn er sich aus Anlass seines bevorstehenden beruflichen Abgangs nicht noch einen kleinen Seitenhieb erlauben würde: «Ich hoffe sehr, dass diejenigen, welche die letzten Jahre nicht mehr ins ‹Camino› gekommen sind, unter der neuen Führung zurückkehren werden», schmunzelte Gruber. (uhg)

Die Aargauer Gastro-Szene im Wandel: