Kommentar

Neue Verzögerung für das Aarauer Stadion: Bitter, aber nicht nur schlecht

Urs Helbling
Bis dieses Bild in Aarau Wirklichkeit wird, kann es noch Jahre dauern. (Visualisierung)

Bis dieses Bild in Aarau Wirklichkeit wird, kann es noch Jahre dauern. (Visualisierung)

Als vor zwei Jahren die Abbrucharbeiten in der Industriebrache Torfeld begannen, schien die ewige Leidensgeschichte des Stadions zu Ende zu gehen. Und als am 24. November 2019 die Aarauer sowohl der Zonenplan-Teilrevision als auch dem 17-Millionen-Kredit deutlich zustimmten, schwebten die FCA-Fans auf Wolke sieben. Dies umso mehr, als die Behörden zwar auf die Gefahr von hartnäckigen Einsprechern hinwiesen, doch optimistisch waren bezüglich des Starts des Baubewilligungsverfahrens («Sommer 2020»).

Es sah danach aus, als sei nun die Suche nach Investoren für die vier Hochhäuser das grösste Risiko. Denn schliesslich hatte man 2017 Lehrgeld bezahlt, als der rechtskräftig baubewilligte Plan A am fehlenden Interesse an Shopping-Flächen scheiterte.

Vielleicht ist die neueste Verzögerung im Bewilligungsverfahren zwar bitter, aber doch eine Chance für das Stadion. Denn wer weiss, ob in der aktuellen Corona-Zeit das Interesse an den Wohnungen genügend gross wäre. Sicher wird die Suche nach den Investoren einfacher, wenn die Wirtschaft aus der Talsohle heraus ist. Auch für ein Stadion gibt es eine gute und schlechte Konjunktur. Manchmal lohnt es sich, zu warten.

Die unendliche Geschichte des Aarauer Stadions

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